Commerzbank "Wirtschaft bricht um bis zu 7 Prozent ein"

Die Finanzmärkte haben sich zuletzt stabilisiert - doch die Konjunktur in Deutschland droht in diesem Jahr weitaus stärker einzubrechen als bislang angenommen. Der Rückgang könnte bis zu 7 Prozent betragen, heißt es in einer Studie der Commerzbank: Grund für den Pessimismus sind die dramatisch schwachen Auftragseingänge.

Frankfurt am Main - Der Konjunktureinbruch in Deutschland fällt nach Einschätzung der Commerzbank-Ökonomen in diesem Jahr weitaus dramatischer aus als bislang angenommen.

Das Bruttoinlandsprodukt werde um 6 bis 7 Prozent einbrechen, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Studie. Damit korrigierten die Experten ihre bisherige Prognose von minus 3 bis 4 Prozent drastisch nach unten.

"Das liegt vor allem daran, dass die zuletzt veröffentlichten Auftragseingangs- und Produktionsdaten für Januar mit einer Dramatik eingebrochen sind, die ohne Beispiel in der deutschen Nachkriegsgeschichte ist", schrieb Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer in der Studie. "Das hat der bisherigen Prognose den Boden unter den Füßen weggezogen."

Das Bruttoinlandsprodukt werde im zu Ende gehenden ersten Quartal um 3,5 Prozent im Vergleich zur Vorperiode einbrechen und damit wesentlich stärker als am Jahresende 2008, als es mit 2,1 Prozent den stärksten Rückgang seit 1987 gab.

Wenig optimistisch sind die Ökonomen für 2010. "Im kommenden Jahr wird es keine Aufwärtsbewegung geben, die den Namen Aufschwung verdient", hieß es.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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