Veba Verkäufe heben den Gewinn

Der Versorger wird einen Rekordgewinn erzielen, erwarten Analysten - aber nicht aus eigener Kraft, sondern nur durch den Verkauf von Tafelsilber. Das Stromgeschäft bleibt vorerst mager.

Düsseldorf - "Wenn Veba den operativen Gewinn steigert, wäre das eine große Überraschung", meint Matthias Heck, Analyst bei Sal. Oppenheim zu Berichten, wonach Kostensenkungsprogamme von Veba den Preisdruck im Strombereich überkompensierten.

Derzeit zahlten Großkunden bereits drei Pfennig bis 3,50 Pfennige je Kilowattstunde, was unterhalb der Grenzkosten liege. Dieser Trend werde sich zunächst auch noch fortsetzen, meint der Analyst. Schließlich würden Lieferverträge nun sukzessive auslaufen und müssten zu niedrigeren Konditionen wieder abgeschlossenen werden.

Nachdem Veba 1998 ein EBITDA von 6,4 Milliarden Mark erwirtschaftete, kalkuliert Heck 5,9 Milliarden für 1999 und 5,5 Milliarden für 2000.

Ein Rekordergebnis dürfte Veba dennoch erzielen, meint der Analyst. Dies resultiere jedoch aus außerordentlichen Erträge wie aus den Veräußerungen von o.tel.o, E-Plus und Cablecom. Auch die geplante Steuerreform könne sich positiv auf die Versorger auswirken, wenn diese ab 2001 weitere Anteile steuerfrei veräußern könnten.