DaimlerChrysler Parteispenden ausgesetzt

Deutschlands größter Industriekonzern hat seine Spendenzahlungen an alle Parteien gestoppt - und wartet auf das Ergebnis der Parlamente in Berlin und Düsseldorf.

DaimlerChrysler wolle warten, bis die Ergebnisse der Parlamentarischen Untersuchungsausschüsse in Berlin und Düsseldorf vorlägen. Erst dann werde das Unternehmen erneut entscheiden, ob wieder Spenden gegeben werden. Aus dem Unternehmen hieß es: "Wir kommen derzeit der Bitte der Parteien um Unterstützung nicht nach."

Der Stuttgarter Autokonzern hat in der Vergangenheit "aus staatsbürgerlicher Verantwortung an die demokratischen Parteien gespendet". Ein Sprecher sagte: "Gegen Spendenbescheinigung und Quittung und Ausweis in den Rechenschaftsberichten."

In den Rechenschaftsberichten, so war am Mittwoch zu erfahren, sei bei der SPD für das Jahr 1998 als Spende von DaimlerChrysler ein Betrag in Höhe von 185 000 Mark und die gleich hohe Summe für die CDU ausgewiesen. Für die FDP und die CSU sei eine geringere Spendesumme geflossen, sagte ein DaimlerChrysler-Sprecher.