Sony Währungsverluste belasten

Der starke Yen frisst die Gewinne des Elektronik-Konzerns. Nachdem die Währung gegenüber dem Dollar um 10 Prozent zulegte, musste Sony einen Einbruch des Gewinns um knapp 17 Prozent hinnehmen.

Tokio - Während Investoren an der Börse in Tokio im Vorfeld der Quartalszahlen den Kurs nach oben trieben, kam nach Handelsschluss die Ernüchterung. Als der Handel gelaufen waren, teilte das Unterhaltungselektronik-Unternehmen mit, daß der Reingewinn im dritten Quartal des Geschäftsjahres 1999/2000 (zum 31. März) um knapp 17 Prozent von 112,3 auf 93,6 Milliarden Yen (884 Millionen Dollaar) gesunken sei. Der Umsatz nahm dagegen nur leicht um 1,8 Prozent ab von 1,95 auf 1,92 Billionen Yen.

Damit legte der Konzern zum sechsten Mal in Folge Quartalszahlen mit einem Minus vor. Allerdings war das Minus von den Analysten erwartet worden - wobei einige auch von weitaus stärkeren Verlusten ausgegangen waren. Diese seien aber, so erklärte Sony, von der im vergangenen Jahr erfolgten Neustrukturierung des Konzerns verhindert worden.

Als Begründung für den Gewinnrückgang gab Sony vor allem den starken Yen an. Immerhin ein Drittel des Umsatzes erzielt Sony in den USA. Der Yen hatte gegenüber dem Dollar rund zehn Prozent zugelegt.

Rund ein Viertel weniger Umsatz meldete auch die wichtige Abteilung der Computerspiele. Die inzwischen fünf Jahre alte Sony PlayStation sei von neueren Produkten der Konkurrenz überholt worden. Den Nachfolger dieses Produktes will Sony Anfang März vorstellen.