Fraport-Zahlen Landung verwackelt

Der Flughafenbetreiber Fraport legte seine Zahlen vor - und konnte mit ihnen an der Börse zwischenzeitlich sogar punkten. Schon, weil "weder Gesamtjahreszahlen noch der Unternehmensausblick größere Überraschungen" berge, so ein Analyst.

Frankfurt am Main - Der Flughafenbetreiber Fraport  hat im Krisenjahr 2008 seinen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) stärker als erwartet um 3,5 Prozent auf 600,7 Millionen Euro gesteigert. Der Überschuss nach Minderheitsanteilen Dritter ging hingegen überraschend stark um 17,1 Prozent auf 173 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr hatte die Unternehmenssteuerreform wie bei vielen anderen Unternehmen für einen Gewinnschub gesorgt.

Im laufenden Jahr dürften Passagierzahlen, Umsatz und Gewinn nach Einschätzung des Vorstands zurückgehen. Erst für 2010 erwartet Fraport in Frankfurt wieder mehr Fluggäste.

Die Ausschüttung je Aktie soll für 2008 und 2009 mit 1,15 Euro stabil bleiben. Dem Papier tat das gut, die Aktien haben am Donnerstag zugelegt. Die Titel des Flughafenbetreibers kletterten gegen den Markttrend im MDax  um bis zu 1,2 Prozent, während der MDax 0,9 Prozent verlor.

Equinet hat die Titel von Fraport nach Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 35 Euro belassen. Die Kennzahlen zum vierten Quartal des Flughafenbetreibers seien solide ausgefallen und hätten die Erwartungen weitgehend erfüllt, schrieb Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Donnerstag. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2009 sei zwar sehr vage, dies sei jedoch nicht überraschend.

Ähnlich äußerte sich Robert Czerwensky von der DZ Bank, der seine Kaufempfehlung bestätigte. "Insgesamt enthalten weder Gesamtjahreszahlen noch der Unternehmensausblick größere Überraschungen", urteilte er.

manager-magazin.de mit Material von ap, dpa und reuters