Linde Umsatz und Dividende erhöht

Der Gasproduzent Linde hat im Jahr 2008 trotz der Wirtschaftskrise seinen Umsatz gesteigert. Und das Unternehmen erhöht die Dividende. Im aktuellen Börsenumfeld reicht das für einen kleinen Kurssprung der Aktie.

München - Der Industriegasekonzern Linde  hat das Jahr 2008 trotz zunehmenden Gegenwindes durch die Wirtschaftskrise mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Ohne Berücksichtigung von Währungseffekten seien die Erlöse um 2,9 Prozent auf 12,66 Milliarden Euro gestiegen, teilte die Linde am Dienstag in München mit. Wir haben unsere Ziele in vollem Umfang erreicht, obwohl auch wir die Auswirkungen der weltweiten Rezession zum Jahresende gespürt haben", sagte Vorstandschef Wolfgang Reitzle.

Durch die Konzentration auf das Gase- und Anlagenbaugeschäft und dank der weltweiten Aufstellung könne Linde die Auswirkungen der Krise aber besser abfedern als früher. Einen Ausblick will Linde erst zur Bilanzpressekonferenz am 16. März in München vorlegen. Linde konkurriert mit der französischen Air Liquide  um die weltweite Spitzenposition auf dem Markt für Industriegase.

Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen legte um 5,4 Prozent auf 2,55 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich ging das Ergebnis durch den Wegfall eines Sondereffekts im Vorjahr aber von 996 Millionen Euro auf 776 Millionen Euro zurück.

Im Vorjahr hatte das Unternehmen erhebliche Sondergewinne aus dem Verkauf von Unternehmensanteilen verbucht. Von Reuters befragte Analysten hatten für das Geschäftsjahr mit 698 Millionen Euro Überschuss und 12,69 Milliarden Euro Umsatz gerechnet.

Die Aktionäre sollen eine Dividende von 1,80 Euro erhalten, im Vorjahr waren es noch 1,70 Euro. Die Aktie des Dax-Unternehmens legte um über 2 Prozent zu.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters