HSBC Gerüchte um Kapitalerhöhung

Die britische Großbank HSBC will sich offenbar mit einer rekordverdächtigen Kapitalerhöhung gegen die Krise rüsten. Zu diesem Zweck könnte das Geldhaus bereits am Montag die Ausgabe neuer Aktien im Wert von rund 14 Milliarden Euro bekanntgeben.

Singapur - Europas größte Bank HSBC  will sich einem Zeitungsbericht zufolge mit einer Kapitalerhöhung von rund 14 Milliarden Euro gegen die Wirtschaftskrise wappnen. Das britische Geldhaus werde wahrscheinlich bei der Vorlage der Bilanz für das vergangene Jahr am Montag die Ausgabe neuer Aktien im Umfang von mehr als zwölf Milliarden Pfund bekanntgeben. Dies berichtete die "Financial Times" am Samstag.

Den Ausgabepreise der Anteilsscheine habe die Bank noch nicht festgesetzt, schrieb das Blatt unter Berufung auf mit den Beratungen vertraute Personen. Auch könnten die Pläne noch verschoben werden. Zudem wolle das Geldhaus seine Dividende kürzen.

Sollte HSBC neue Aktien in diesem Umfang ausgeben, könnte es die größte von Privatinvestoren finanzierte Kapitalerhöhung in der britischen Wirtschaftsgeschichte werden. Den bisherigen Rekord hält die schwer angeschlagene Royal Bank of Scotland , die sich im vergangenen April auf diesem Weg zwölf Milliarden Pfund besorgte.

Anders etwas als die taumelnde RBS und andere Rivalen ist die HSBC bislang vergleichsweise gut durch die Finanzkrise gekommen und hat bislang nicht auf Finanzspritzen zurückgegriffen. Branchenexperten vermuten aber, dass dieser Verzicht die Wettbewerbsfähigkeit des Instituts beeinträchtigt haben könnte und sich HSBC nun mit einer Kapitalerhöhung gegen die Zunahme fauler Kredite im Portfolio wappnen wolle.

manager-magazin.de mit Material von reuters