Puma Gewinneinbruch durch Konsumflaute

Die weltweite Konsumflaute hat nun auch den lange erfolgsverwöhnten Sportartikel-Hersteller Puma mit voller Wucht erfasst. Für 2009 wagt Vorstandschef Jochen Zeitz keine Prognose. Das Marktumfeld werde schwierig bleiben.

Der fränkische Konzern teilte am Mittwoch in Nürnberg mit, im vierten Quartal 2008 einen Gewinneinbruch erlitten zu haben. Der Überschuss lag mit 8,1 Millionen Euro 79 Prozent unter dem Vorjahr, obwohl der Umsatz zugleich um elf Prozent auf 561,3 Millionen Euro stieg. Puma  enttäuschte damit die Börse. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 32 Millionen Euro Gewinn gerechnet.

Die Puma-Aktien fielen um knapp ein Prozent. Hauptgrund für den Gewinneinbruch waren Abschreibungen und Sonderkosten für den Umbau des Konzerns. Insgesamt verbuchte der Branchendritte hinter Nike  und Adidas . Sonderlasten von 25 Millionen Euro.

Für 2009 wagt Vorstandschef Jochen Zeitz keine Prognose. Das Marktumfeld werde schwierig bleiben, Puma sei aber darauf vorbereitet. Allerdings stehen die Zeichen auf Rückgang: Der Auftragsbestand lag Ende Dezember bei 1,15 Milliarden Euro und damit währungsbereinigt knapp sechs Prozent unter dem Vorjahr. Enthalten in den Orders sind vor allem Lieferungen für das erste und zweite Quartal 2009.

Die Aktionäre will die Tochter des französischen Luxusmarken-Konzerns PPR  mit einer unverändert hohen Dividende von 2,75 Euro je Anteilsschein locken. Im Gesamtjahr verzeichnete Puma zwar einen Rekordumsatz von 2,52 Milliarden Euro, der im Rahmen der eigenen Prognosen lag. Allerdings fiel der Nettogewinn wegen hoher Investitionen in die Marke zur Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Sommerspielen um 13,5 Prozent auf 233 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von Reuters

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