Rote Zahlen Premiere rutscht tiefer als erwartet

Der Bezahlfernsehsender Premiere hat 2008 größere Verluste verbucht als von Analysten angenommen. Auch für 2009 rechnet das Unternehmen mit einem erheblichen operativen Verlust. Schwarze Zahlen werden weiterhin für das Jahr 2011 angepeilt.

Unterföhring - Der Nettoverlust weitete sich auf 269,4 (2007: minus 51,6) Millionen Euro aus. Dies teilte das Unternehmen am Montag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Minus von 239 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr leicht auf 941 von 937 Millionen Euro.

Auch im vierten Quartal war der Fehlbetrag mit 114,3 (Vorjahresquartal: minus 23,5) Millionen Euro höher als von den Branchenexperten vorausgesagt. Deren Erwartung belief sich auf einen Verlust von 82 Millionen Euro. Für 2009 rechnet das Unternehmen mit einem erheblichen operativen Verlust (Ebitda). Die Abonnentenzahlen dürften im ersten Halbjahr stagnieren und erst danach auf Grund einer neuen Marketing-Kampagne zunehmen, prognostizierte Premiere. Schwarze Zahlen werden weiterhin für das Jahr 2011 angepeilt, hieß es weiter.

Premiere könnte bald zu Rupert Murdochs Medienkonzern News Corp gehören. Er hält bereits mehr als ein Viertel der Anteile und hat zugesichert, die Aktien aus einer geplanten Kapitalerhöhung zu kaufen, womit sein Anteil auf über 50 Prozent steigen könnte.

manager-magazin.de mit Material von Reuters

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