Sachsen LB Ex-Vorstände sollen Geld zurückzahlen

Drei Vorstände der ehemaligen Sachsen LB sollen auf gerichtlichem Weg gezwungen werden, Teile ihrer Erfolgsprämien für die Jahre 2004 und 2005 zurückzahlen. Die LBBW hat einem Medienbericht zufolge eine entsprechende Klage beim Landgericht Leipzig eingereicht.

Leipzig/Stuttgart - Insgesamt sollen die drei Vorstände der früheren Sachsen LB 285.000 Euro zurückzahlen , berichtete die "Sächsische Zeitung" am Samstag.

Betroffen sind demnach der frühere Sachsen-LB-Vorstandsvorsitzende Michael Weiss sowie die Vorstände Rainer Fuchs und Hans-Werner Klumpp. Ein Sprecher der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sagte dem Blatt: "Wir sichern mit dieser Klage unsere Ansprüche, damit diese nicht verjähren."

Rechtsgrundlage ist ein Urteil des Landgerichts Stuttgart, das 2008 die Jahresabschlüsse der Sachsen LB für die Jahre 2004 bis 2006 für nichtig erklärt hatte. Die Richter folgten damit einer Klage der LBBW, die 2007 die Sachsen LB (heute: Sachsen Bank) übernommen hatte. In den Jahresabschlüssen waren 100 Millionen Euro zuviel an Gewinn ausgewiesen worden. Diesen Rechenfehler hat die LBBW nun auf die damaligen Vorstände umgelegt.

Wie die "Sächsische Zeitung" unter Berufung auf das Landgericht schreibt, haben Fuchs und Klumpp angekündigt, sich gegen die Rückforderungen der LBBW zur Wehr zu setzen.

manager-magazin.de mit Material von dpa