Deutsche Börse Xetra mit 71-Prozent-Einbruch

Das Handelssystem Xetra hat im Januar einen massiven Umsatzrückgang erlitten. Die Aktien der Deutschen Börse rutschen nach Vorlage der enttäuschenden Handelszahlen deutlich ab.

Frankfurt am Main - Der Frankfurter Börsenbetreiber musste auf dem elektronischen Handelssystem Xetra einen Umsatzeinbruch um 71 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 84,2 Milliarden Euro hinnehmen. Bis zum späten Dienstagvormittag fiel die Aktie der Deutschen Börse  um rund 3 Prozent auf unter 37 Euro und war damit einer der schwächsten Werte im Dax . Der Leitindex verlor 0,2 Prozent auf 4264 Zähler.

Sollte die Handelsaktivität weiterhin im selben Tempo zurückgehen, betonte Analyst Christian Muschick von Equinet, sei seine Prognose für 2009 möglicherweise zu optimistisch. Vorerst hält er aber an seiner "Buy"-Einstufung und dem Kursziel von 80 Euro fest. Denn immerhin mache Xetra nur etwa 15 Prozent des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) bei dem Börsenbetreiber aus. Zudem lägen in dem Geschäftsjahr noch elf Monate vor dem Unternehmen.

Auch Bernd Müller-Gerberding von der Unicredit hält an seiner Empfehlung "Buy" mit dem Kursziel 82 Euro fest. Auch im Bewusstsein eines hohen Vergleichswertes aus dem Januar 2008, habe der erste Monat des neuen Jahres enttäuscht, schrieb der Analyst. Allerdings trage Xetra, der von der zyklischen Entwicklung am stärksten betroffen sei, auch nach seiner Einschätzung nur ein Fünftel zum Umsatz bei. Selbst wenn sich der im Januar gesehene Trend fortsetzt, dürfte der Börsenbetreiber 2009 noch immer einen Gewinn von ungefähr vier Euro je Aktie erzielen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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