Kuka Absturz gerade noch verhindert

Kuka ist knapp an den roten Zahlen vorbeigeschrammt. Vor allem die Schwäche der Autoindustrie macht dem Anlagenbauer schwer zu schaffen. Deshalb will das Unternehmen die Abhängigkeit von der Krisenbranche reduzieren.

Augsburg/Heidelberg - Die Krise der Autoindustrie hat das Geschäft des Roboter- und Anlagenbauers Kuka  im vierten Quartal noch stärker getroffen als erwartet. Zwar konnte der Konzern beim Betriebsergebnis gerade noch den Absturz in die roten Zahlen verhindern, allerdings sanken die Auftragseingänge noch stärker als befürchtet.

Einen konkreten Ausblick gab das im MDax  notierte Unternehmen nicht. Es hieß lediglich, dass die Auswirkungen der Krise das Geschäftsjahr 2009 "nachhaltig" beeinflussen würden. Der Kurs der Aktie notierte vorbörslich etwa ein Prozent niedriger als am Vortagesschluss.

Der Auftragsbestand Ende Dezember lag mit 542,3 Millionen Euro noch 2,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Das sichere die Beschäftigung des Unternehmens im laufenden Jahr für rechnerisch fünf Monate, teilte der Konzern mit. Bei Kuka arbeiteten zum Jahresende 2008 weltweit 6171 Mitarbeiter - 7,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Um die Ertragslage zu sichern, kündigte der Konzern weitere Rationalisierungsinvestitionen an. Zudem will der Konzern die Abhängigkeit von der Autoindustrie lockern und seine roboterbasierte Automatisierungstechnik zunehmend auch der Luftfahrt- und Solarindustrie anbieten.

Die Krise habe das Unternehmen im zweiten Halbjahr voll erwischt, berichtete der Konzern. Der Einbruch beim Auftragseingang beschleunigte sich im vierten Quartal sogar noch einmal. Bereits von Juli bis September ging die Zahl der Bestellung um 11,8 Prozent, im Schlussquartal um weitere 12,7 Prozent auf 251,3 Millionen Euro zurück. Analysten, die dazu von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-afx befragt wurden, hatten 262,5 Millionen Euro erwartet. Im Gesamtjahr 2008 steht ein Rückgang von 4,8 Prozent zu Buche.

Die Erlöse sanken 2008 um 1,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Im vierten Quartal betrug der Rückgang 3,2 Prozent auf 342,1 Millionen Euro. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen von 355,6 Millionen Euro klar.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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