Procter & Gamble Aufpolierter Gewinn

Der Markenartikler Procter & Gamble trotzt vorerst der Finanzkrise. Der Konzern konnte in seinem zweiten Geschäftsquartal einen Gewinnanstieg um 53 Prozent auf fünf Milliarden Dollar verglichen mit der entsprechenden Vorjahresperiode verbuchen. Der Gewinn stammt allerdings nicht zuletzt aus dem Verkauf eines Tochterunternehmens.

Cincinnati - Die weltweit nachlassende Konsum hat auch vor dem weltgrößten Hersteller von Artikeln des täglichen Bedarfs nicht Halt gemacht. Procter & Gamble (P&G ) hat in seinem zweiten Geschäftsquartal einen Umsatzrückgang von 3 Prozent auf 20,4 Milliarden Dollar verbucht - mehr, als von Analysten erwartet. Procter & Gamble bietet beispielsweise Produkte unter den Markennamen Ariel, Gillette, Pampers oder Pringles zum Kauf.

P&G-Chef Alan George Lafley sprach von einem "besonders herausfordernden" Quartal und machte auch keine Hoffnung auf eine baldige Besserung: Das Umfeld bleibe schwierig und schwankungsanfällig. Auch in den nächsten Quartalen sei mit rückläufigen Umsätzen zu rechnen, hieß es. Die Aktie gab vorbörslich nach.

Im zweiten Quartal konnte P&G beim Ergebnis indes noch kräftig auftrumpfen. Um 53 Prozent auf 5 Milliarden US-Dollar schnellte der Überschuss im Quartal, das allerdings stark durch den Verkauf der Kaffeemarke "Folgers" beeinflusst wurde. Im fortgeführten Geschäft ging der Gewinn um sieben Prozent auf drei Milliarden Dollar zurück. Je Aktie legte der Gewinn im Quartal von 0,98 auf 1,58 Dollar zu. P&G hatte allerdings einmal bis zu 1,63 Dollar in Aussicht gestellt.

Ungünstig hatte sich zum einen der stärkere Dollar-Kurs ausgewirkt. Zum anderen beschränkten die Verbraucher angesichts wachsender Arbeitslosigkeit ihr Ausgaben auf das Nötigste oder griffen zu billigeren Discount-Produkten. Sowohl in der Schönheitspflege, der Gesundheitsparte als auch bei Waschmitteln und Haushaltsreinigern wies P&G weniger Umsatz aus. Am besten schlug sich der Konzern noch mit Babypflegeprodukten: Der Umsatz der Sparte legte um 3 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu.

Für das laufende Jahr warnt P&G vor einem Umsatzrückgang von bis zu 4 Prozent. Der Gewinn soll 4,20 bis 4,35 Dollar je Aktie betragen. Im dritten Quartal (Ende März) erwartet der Konzern einen Gewinn von 0,78 bis 0,86 Dollar je Aktie.

manager-magazin.de mit Material von afp, dpa-afx und reuters