T-Mobile Sommer ordnet Mobilfunktöchter

Die Deutsche Telekom hat ihr Mobilfunkgeschäft auf Börsengang getrimmt. Unter dem Dach der neuen T-Mobile International AG hat der Konzern alle Mobilfunk-Töchter zusammengefasst.

Bonn - Zur neuen Holding gehören die deutsche T-Mobil (D1), die britische One2One und die österreichische max.mobil mit insgesamt 15 Millionen Kunden. Hinzu kommen noch Joint Ventures in Polen, Tschechien und Russland mit weiteren drei Millionen Kunden. Die Beteiligungen zusammenzufassen sei "die logische Konsequenz unserer Zielsetzung, einen pan-europäischen Mobilfunk-Carrier zu schaffen", sagte Telekom-Chef Ron Sommer. Das neue Unternehmen werde mit 18 Millionen Kunden zu den fünf führenden Anbietern weltweit gehören.

Sommer hatte im vergangenen Jahr den Börsengang der Mobilfunksparte angekündigt. Damit will sich der Konzern entsprechende Mittel und eine Währung für weitere Zukäufe in dem Bereich verschaffen. Mitte vergangenen Jahres hatte die Telekom für gut 20 Milliarden Mark den viertgrößten britischen Anbieter One2One übernommen.

Ein Zeitpunkt für den Börsengang wurde nicht genannt. T-Mobil-Chef Kai-Uwe Ricke, der den Vorstandsvorsitz bei T-Mobile International übernehmen wird, hatte vor wenigen Tagen den kommenden Herbst als einen möglichen Termin genannt. Ein Vorstandsbeschluss sei aber nicht gefasst.

Voraussichtlich wird die Telekom zunächst die Internet-Tochter T-Online an die Börse bringen. Zur Jahresmitte folgt dann der dritte Börsengang des Konzerns. Dabei werden erstmals von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernommene Bundesanteile an der Telekom platziert.