Ölkonzerne Shell macht 23 Milliarden Euro Gewinn

Royal Dutch Shell hat im vierten Quartal die niedrigeren Preise für Öl und Gas zu spüren bekommen. Der Gewinn sank im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 28 Prozent. Dennoch müssen die Aktionäre des Unternehmens nicht klagen: Im gesamten Jahr 2008 hat der Ölkonzern einen Gewinn von mehr als 23 Milliarden Euro erzielt.

Den Haag - Trotz zuletzt gesunkener Erdölpreise hat der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch Shell  2008 seinen Jahresgewinn erneut deutlich gesteigert. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 31,4 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Das sind umgerechnet 23,7 Milliarden Euro. Allerdings verbuchte der nach Marktwert zweitgrößte private Erdölkonzern der Welt im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von fast zwei Milliarden Dollar.

Wegen deutlich gesunkener Ölpreise im letzten Jahresdrittel 2008 sowie des Rückgangs der Nachfrage nach Erdöl sanken bei Shell in den letzten drei Monaten des Jahres 2008 die Gewinne von 6,7 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum 2007 auf nun 4,8 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang um rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Angesichts der deutlich schwächeren Weltwirtschaft seien die Ergebnisse aber zufriedenstellend, sagte Shell-Konzernchef Jeroen van der Veer in Den Haag. Ungeachtet des Gewinnrückgangs im vierten Quartal gab Shell eine Erhöhung der Dividende auf 0,40 Dollar pro Aktie bekannt, eine Steigerung um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für 2008 insgesamt seien die Gewinne pro Aktie gegenüber 2007 um 16 Prozent gestiegen.

"Es bleibt unsere Strategie, wettbewerbsfähige und steigende Dividenden zu zahlen sowie bedeutende Investitionen zur Sicherung der künftigen Rentabilität zu tätigen", sagte Van der Veer. Die Rahmenbedingungen im Erdöl- und Erdgasbereich blieben allerdings schwierig, so dass Shell sich auf eine strenge Kostendisziplin konzentriere.

Der Ölpreis war 2008 wegen der weltweiten Konjunkturschwäche von einem Rekordhoch im Sommer mit fast 150 Dollar pro Barrel (159 Liter) zum Jahresende zeitweise unter 40 Dollar gefallen. In den vergangenen Jahren hatten stetig steigende Ölpreise den Ölkonzernen enorme Gewinne beschert

manager-magazin.de mit Material von ap, dow jones und dpa-afx

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