BNP Paribas Staatshilfe trotz Überschuss

Trotz eines Milliardenverlusts im vierten Quartal hat die französische Großbank BNP Paribas 2008 rund drei Milliarden Euro Gewinn nach Steuern erzielt. Das Ergebnis werde vom Filialgeschäft getragen, teilte die Bank am Montag in Paris mit.

Paris - Trotz der Gewinne werde die BNP Paribas  das zweite französische Hilfspaket für die Banken in Anspruch nehmen, um ihre Eigenkapitalquote von 7,5 auf 8 Prozent zu heben. Eine höhere Eigenkapitalquote erlaubt eine zinsgünstigere Refinanzierung. Die BNP Paribas will dazu stimmrechtslose Vorzugsaktien für 5,1 Milliarden Euro ausgeben und gleichzeitig im Dezember ausgegebene nachgeordnete Titel für 2,55 Milliarden Euro zurücknehmen.

Sorgen bereitet der BNP Paribas die Sparte Corporate and Investment Banking, die nach zwei hoch defizitären Monaten erst im Dezember aus den roten Zahlen kam und einen Quartalsverlust von zwei Milliarden Euro vor Steuern auswies. Der Einbruch am Aktienmarkt mache zudem Abschreibungen von voraussichtlich 400 Millionen Euro notwendig. Im Ergebnis dürfte sich der Quartalsverlust für den Konzern auf 1,4 Milliarden Euro belaufen.

Die Zahl der Kundenkonten bei der BNP Paribas stieg 2008 in Frankreich um 200.000 und in Italien um 50.000. Das verwaltete Vermögen stieg um zehn Milliarden Euro. "Die Bewahrung der Gewinnkapazität ergibt sich auch aus dem mäßigen Engagement des Konzerns bei den riskantesten Produkten und in den am stärksten von der Krise betroffenen Ländern", hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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