Donnerstag, 5. Dezember 2019

Epcos TDK will Kleinaktionäre abfinden

Der japanische Mehrheitseigner TDK will die verbliebenen freien Aktionäre von Epcos herausdrängen. Das Squeeze-out-Verfahren ist bereits eingeleitet. Anschließend geht das Unternehmen in einer neuen TDK-Tochter auf. Damit steht einer der großen Namen der New Economy vor dem Aus. Epcos war einmal ein Dax-Wert.

München - Der japanische Elektronikkonzern TDK Börsen-Chart zeigen will nun doch die volle Kontrolle über den deutschen Bauteilehersteller Epcos Börsen-Chart zeigen erlangen. Es solle ein Zwangsausschluss der übrigen Aktionäre eingeleitet werden, teilte Epcos am Freitag in München mit. Wie hoch die Abfindung ausfällt, soll in den kommenden Wochen ermittelt und vereinbart werden. Parallel wird ein Beherrschungsvertrag ausgehandelt. Festgezurrt werden sollen die Vorhaben schließlich auf der Hauptversammlung Mitte des Jahres.

TDK-Zentrale: Epcos geht in einer Tochtergesellschaft der Japaner auf
TDK hält mehr als 95 Prozent der Epcos-Aktien, hatte Pläne für ein Hinausdrängen der übrigen Aktionäre bislang aber immer verneint. Die Japaner hatten die Deutschen im vergangenen Jahr für 1,2 Milliarden Euro übernommen. Bis Mitte diesen Jahres sollen die Aktivitäten bei den elektronischen Bauelementen in einer neuen Gesellschaft namens TDK EP Components zusammengeschlossen werden.

Die Epcos-Aktie legte nach Bekanntwerden der Nachrichten um mehr als 15 Prozent zu. Ein Händler begründete das mit der Hoffnung auf eine gute Abfindung: "Der alte Preis, zu dem TDK die Mehrheit übernommen hat, lag bei 17,85 Euro - unter diesen dürften sie wohl nicht gehen."

Die Firma ist aus einem Joint-Venture von Siemens Börsen-Chart zeigen und Matsushita Börsen-Chart zeigen entstanden. 1999 wurde Epcos an die Börse gebracht, von 2000 bis 2002 war die Aktie sogar im Leitindex Dax Börsen-Chart zeigen gelistet. Im Jahr 2006 trennten sich Siemens und Matsushita von ihren Anteilen.

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