Analysten Empfehlungen vom Vormittag

Die Commerzbank sieht ein Kursziel von 80 Euro bei SinnerSchrader. ABN Amro rechnet mit 90 Euro bei der Deutschen Telekom. M.M.Warburg hat ihre Kaufempfehlung für Schering bekräftigt.

Die Commerzbank hat die Beobachtung der Aktien der SinnerSchrader AG (514 190) mit der positiven Einstufung "Accumulate" begonnen. Die Ergebnisse des Unternehmens seien besser als erwartet ausgefallen. Die Commerzbank nannte für die Aktie ein Kursziel von 80 Euro. Die SinnerSchrader-Aktie notierte am Mittwochvormittag nach einem Vortagsverlust von 5,45 Prozent bei rund 50 Euro. SinnerSchrader hatte für das erste Quartal des Geschäftsjahres 1999/2000 (bis 30. November) das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um das zwanzigfache auf 1,4 Millionen Mark gesteigert. Der Überschuss betrug 0,7 Millionen Mark, was einem Ergebnis pro Aktie von 0,09 Mark entspricht. Der Umsatz stieg um 475 Prozent auf 6,3 Millionen Mark. Seit dem 2. November ist das Unternehmen am Neuen Markt notiert. SinnerSchrader sollte es nach Auffassung der Commerzbank gelingen, schnell neue Kunden zu gewinnen. Die Umsatzprognosen seien für das Unternehmen besser als für die meisten Konkurrenten.

Deutsche Telekom: "Kaufen" (ABN Amro)

Die Analysten der niederländischen Investmentbank ABN Amro haben die Aktie der Deutschen Telekom (555 700)zum Kauf empfohlen. Das Unternehmen werde durch Börsengänge von Töchtern wie der CATV, T-Online und T-Mobil einen weiterhin starke Wettbewerbsposition einnehmen. Aus der Summe der Einzelteile ergebe sich eine Bewertung des Titels von 90 Euro je Aktie. Die ABN Amro erwartet einen Umsatz von 35,5 Milliarden Euro und ein Ergebnis nach Steuern von 1,3 Milliarden Euro. Dies beinhalte den Goodwill in Höhe von 400 Millionen Euro aus One2One. Die Prognose für den Gewinn je Aktie in 1999 bezifferte ABN Amro auf 55 Cent, für 2000 auf 96 Cent und für 2001 auf 1,20 Euro.

Schering: Kursziel jetzt 150 Euro/"Kaufen" (M.M. Warburg)

M.M.Warburg hat ihre Kaufempfehlung für die Aktien der Schering AG (717 200) bekräftigt. Das Bankhaus nannte ein Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten von 150 Euro (aktuell: 122,00 Euro). Besonders deutlich werde die Unterbewertung anhand der sogenannten EV-Multiples (Enterprise Value). In ihm werden operativen Größen (Marktkapitalisierung plus Eigenkapital minus Finanzanlagen minus Liquidität) im Verhältnis zu Umsatz oder Ertrag gesetzt. Die Übernahme von 100 Prozent an der Mitsui Pharma bezeichnete die Bank als ideale strategische Erweiterung des Therapeutika-Geschäfts. Unter anderem nehme der japanische Markt für Schering mit einem Umsatzanteil von insgesamt 11 Prozent eine für westliche Unternehmen hohe Bedeutung ein. Mit seiner Vertriebsstruktur sei Mitsui bei Therapeutika die ideale Plattform, um das Japan-Geschäft auszubauen. Da mit der Einführung der Pille das Hormongeschäft angekurbelt werde, stehe Japan in 2000 besonders im Fokus.