Konjunktur Miese Lage, aber Hoffnung

Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich aufgehellt. Das auf Einschätzung von Finanzanalysten basierende ZEW-Barometer verbesserte sich im Januar unerwartet deutlich. Die aktuelle Lage schätzten die Experten allerdings noch schlechter ein als bislang.

Berlin - Das ZEW-Barometer verbesserte sich um 14,2 Punkte auf minus 31,0 Punkten von minus 45,2 Zählern im Vormonat, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit minus 44 Punkten gerechnet.

"Die Finanzanalysten teilen den Optimismus neuerer Konjunkturprognosen, dass sich ab Mitte dieses Jahres die Konjunkturperspektiven wieder aufzuhellen beginnen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Auch das zweite Konjunkturpaket der Regierung dürfte positiv auf die Aussichten gewirkt haben.

Die Lage schätzten die Experten erneut negativer ein. Der Teilindex verschlechterte sich um 12,6 Punkte auf minus 77,1 Punkte nach minus 64,5 Punkten im Vormonat.

Für 2009 erwarten Ökonomen die schärfste Rezession in Deutschland seit Bestehen der Bundesrepublik.

Wirtschaftsminister Michael Glos bekräftigte die Prognose der Bundesregierung, dass die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr um 2,0 bis 2,5 Prozent schrumpfen wird.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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