Air France-KLM Sinkflug in die Verlustzone

Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM ist wegen des Wirtschaftsabschwungs im dritten Quartal offenbar in die roten Zahlen gerutscht. Vor allem die Frachtsparte bereitet der Airline Sorgen.

Paris - Die französisch-niederländische Fluggesellschaft Air France-KLM  ist wegen des Wirtschaftsabschwungs im dritten Quartal nach eigener Einschätzung in die roten Zahlen getrudelt. Das operative Ergebnis für die drei Monate bis Ende Dezember sei wahrscheinlich negativ, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit.

Dennoch werde im gesamten Geschäftsjahr 2008/2009 voraussichtlich ein operativer Gewinn erzielt. Dessen Höhe hänge jedoch von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Wochen ab.

Im dritten Quartal ging der Umsatz im Passagiergeschäft nur leicht, in der Frachtsparte jedoch stark zurück. Dabei konnte die Airline eigenen Angaben zufolge nicht von dem gefallenen Ölpreis profitieren, da sie sich gegen steigende Spritkosten abgesichert hatte.

Im zweiten Geschäftsquartal war der Betriebsgewinn bereits um 44,1 Prozent auf 405 Millionen Euro eingebrochen. Konzernchef Jean-Cyril Spinetta hatte im November noch erklärt, Air France-KLM bleibe deutlich rentabler als der Hauptkonkurrent Lufthansa und werde "gestärkt aus dieser Krise hervorgehen". Um Finanzmittel zu sparen, senkt Air France-KLM die Investitionen in neue Flugzeuge und verschärft das Sparprogramm.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx