Absatzflaute Alcoa rutscht tief in die roten Zahlen

Der US-Aluminiumkonzern Alcoa ist tiefer als erwartet in die Verlustzone geraten. Das vom ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geleitete Unternehmen lieferte damit den schwachen Auftakt einer womöglich historisch schlechten Berichtssaison.

New York - Der drastische Verfall der Rohstoffpreise und die weltweite Wirtschaftsflaute haben dem größten US-Aluminiumkonzern Alcoa  erstmals seit sechs Jahren rote Zahlen eingebrockt. Der Konzern verbuchte nach Angaben vom Montag im vergangenen Vierteljahr einen unerwartet hohen Verlust von 1,19 Milliarden Dollar.

Vor einem Jahr stand noch ein Plus von 632 Millionen Dollar in den Büchern. Im fortgeführten Geschäft belief sich das Minus abgesehen von Abschreibungen auf 0,28 Dollar je Aktie, während Analysten im Schnitt lediglich mit einem Verlust von 0,09 Dollar gerechnet hatten.

Der Umsatz sank den Angaben zufolge auf 5,7 von 7,0 Milliarden Dollar, fiel damit aber etwas höher aus als erwartet. Aktien von Alcoa kletterten in einer ersten Reaktion auf die Zahlen im nachbörslichen Geschäft um 1,19 Prozent auf 10,18 US-Dollar.

Börsianer hatten mit großer Spannung auf die Alcoa-Bilanz gewartet, da der Konzern traditionell die US-Berichtssaison einläutet. Diese könnte nach Einschätzung von Marktbeobachtern dieses Mal so schlecht ausfallen wie noch nie.

Der deutsche Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld sprach von einer breiten Palette von Maßnahmen, um dem wirtschaftlichen Abschwung gegenzusteuern. Alcoa hatte erst in der vergangenen Woche angekündigt, mehr als 15.000 seiner insgesamt gut 100.000 Arbeitsplätze zu streichen, die Investitionen zu halbieren und die Produktion zu drosseln.

Der Konzern kündigte wegen der drastischen Wirtschaftsflaute damit bereits zum dritten Mal innerhalb von drei Monaten Einschnitte an. Alcoa beliefert unter anderem die Luft- und Raumfahrtindustrie, den Automobilsektor, sowie Verpackungs- und Baufirmen.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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