Lufthansa-Chef Star Alliance wächst um fünf Airlines

Die Star Alliance will dem Konkurrenzbündnis Oneworld davonfliegen. Bereits im Frühjahr wird die österreichische AUA beitreten, weitere Fluggesellschaften sollen folgen.

Bonn - Die von der Deutschen Lufthansa und der United Airlines geführte Star Alliance wird von derzeit neun Mitgliedern in diesem Jahr voraussichtlich um weitere fünf Fluggesellschaften wachsen. Das kündigte Lufthansa-Chef und Star Alliance-Initiator Jürgen Weber in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit dem Fachmagazin "Flug Revue" an. Bereits im Frühjahr werde die Austrian Airlines hinzukommen. Das Konkurrenzbündnis Oneworld um British Airways und American Airlines hat nach Angaben von British Airways zur Zeit neun Mitglieder.

Mit 13 Luftfahrtgesellschaften sei nicht zwangsläufig das Maximum erreicht, sagte Weber weiter. Allerdings seien weltweit an größeren Gesellschaften "nur noch TWA in Amerika und drei bis vier Airlines in Asien zu haben". Als wichtige Aufgaben für die Zukunft nannte Weber, Lücken in der Abdeckung Osteuropas zu schließen und Asien dichter zu besetzen. Die Star Alliance wolle bei der in diesem Jahr anstehenden Teilprivatisierung der Thai Airways einen Anteil von 14 Prozent erstehen. Damit wäre die thailändische Gesellschaft neben der japanischen All Nippon Airways und Singapore Airlines, die noch in diesem Jahr unter der Star-Flagge starten soll, der dritte asiatische Partner, schrieb das Magazin.

Langfristig hat Weber dem Bericht zufolge China im Auge. "Wir werden eines Tages einen globalen Partner in China benötigen", sagte Weber. Auch wenn die Fluggesellschaften derzeit noch nicht so weit seien, sei er doch optimistisch. "Wir haben gerade als Lufthansa gute Kontakte bis zur höchsten Regierungsschicht", sagte er.