Bankenhilfe Bislang 15 Anträge

Beim Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung sind zum Jahresende insgesamt 15 Anträge auf Stabilisierungsmaßnahmen eingegangen. Der Großteil davon zielt laut SoFFin auf die Übernahme von Bürgschaften.

Berlin - Einen Run der Banken auf staatliche Eigenkapitalhilfen gebe es nicht, sagte eine Sprecherin des Sonderfonds am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Sie widersprach damit Darstellungen, dass bereits 15 Banken derartige Beihilfen nach dem Vorbild der Commerzbank beantragt hätten. Die Zahl der Anträge habe sich seit dem Abschluss mit der Commerzbank nicht erhöht.

Das "Handelsblatt" (Dienstag) hatte den finanzpolitischen Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Otto Bernhardt, mit den Worten zitiert, dass es bereits 15 Anträge auf Eigenkapitalhilfen gebe.

Bislang war lediglich bekannt, dass sich die Commerzbank beim SoFFin eine stille Einlage in Höhe von 8,2 Milliarden Euro gesichert hat. Zahlreiche andere Institute haben staatliche Garantien beantragt, darunter die Hypo Real Estate , die HSH Nordbank, die BayernLB und die VW-Bank.

Wie das "Handelsblatt" weiter unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, soll die Regierung zudem Veränderungen am Rettungspaket für die Finanzbranche planen. So solle die geforderte Kernkapitalquote der Banken, die Kapitalgarantien in Anspruch nehmen, von 8 auf 7 Prozent gesenkt werden.

Die bisherige Eigenkapitalquote der Banken, um in Genuss der Kapitalgarantien zu kommen, liegt dem Blatt zufolge doppelt so hoch wie die regulatorisch geforderten 4 Prozent. Nun solle die Grenze in Absprache in Absprache mit der EU gesenkt werden. Damit würde die Regierung der Forderung von Bankern nachkommen.

So hatte etwa der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis, es als nicht sinnvoll kritisiert, dass Institute Kreditengagements drastisch zurückfahren müssten, um die gestiegenen Kapitalanforderungen zu erfüllen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ddp.djn

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