Öl Machtlose Opec

Der Ölpreis notiert so niedrig wie seit rund vier Jahren nicht mehr. Dabei hatte die Opec am Mittwoch erst eine weitere Drosselung der Ölproduktion beschlossen. Rohstoffkenner blicken daher bereits jetzt in den Januar.

Singapur - Die Ölpreise haben ihre seit Sommer anhaltende Talfahrt auch am Donnerstag fortgesetzt und sind auf vierjährige Tiefststände gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Januar sank im frühen Handel auf bis zu 39,19 US-Dollar.

Zuletzt lag der WTI-Preis bei 39,66 Dollar, das waren 40 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Februar-Auslieferung sank um 33 Cent auf 45,20 Dollar.

Am Markt dominierten weiterhin Sorgen um die weltweite Konjunktur, sagten Händler. Die trüben wirtschaftlichen Aussichten ließen eine sehr schwache Ölnachfrage erwarten, was die Preise derzeit stark belaste, hieß es. Selbst die größte Förderkürzung aller Zeiten seitens der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) konnte die Preise nicht stützen.

Das mächtige Ölkartell hatte am Mittwoch in Algerien eine weitere Einschränkung der Ölproduktion um 2,2 Millionen Barrel pro Tag beschlossen. Damit hat die Opec die offizielle Produktion seit diesem Herbst um insgesamt 4,2 Millionen Barrel auf nunmehr rund 25 Millionen Barrel pro Tag zurückgenommen.

"Die Märkte haben diesen Schritt offenbar bereits eingepreist", versucht Peter McGuire eine Erklärung, Managing Director der australischen Investmentfirma Commodity Warrants Australia. "Ich denke die Opec wird im Januar ein weiteres Treffen abhalten. Und ich wäre nicht überrascht, einen weiteren Einschnitt um drei Millionen Barrel zu sehen."

manager-magazin.de mit Nachrichtenagenturen

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