Samstag, 14. Dezember 2019

Ergo Leidende Lebensversicherungen

Auch die Versicherungen leiden unter der Finanzkrise. Die Ergo zum Beispiel erklärt jetzt, die laufende Verzinsung ihrer Lebensversicherungen "geringfügig" senken zu müssen. Wachsen will das Unternehmen allerdings dennoch.

Hamburg - Die Münchener-Rück-Tochter Ergo Börsen-Chart zeigen kürzt die Verzinsung ihrer Lebensversicherungen. "Wir sehen uns wegen der Finanzmarktkrise veranlasst, die laufende Verzinsung bei Lebensversicherungen geringfügig zu senken", sagte Ergo-Chef Torsten Oletzky der "Süddeutschen Zeitung" (Montag).

Rheinisches Unternehmen: Ergo will wachsen
Insgesamt sieht sich der Erstversicherer mit den Marken Hamburg-Mannheimer, Victoria, DKV und D.A.S. in der Finanzkrise gut aufgestellt. "Wir haben unsere Anlagen so gestreut, dass es keine bösen Überraschungen für das Produkt Lebensversicherung gibt", sagt Oletzky. Allerdings werde sich Ergo von einer allgemeinen Rezession nicht vollständig abkoppeln können.

Die laufende Verzinsung inklusive Überschussbeteiligung soll bei der Tochter Victoria nun von 3,7 Prozent in diesem Jahr auf 3,6 Prozent sinken. Die laufende Verzinsung bei Lebensversicherungen der Hamburg-Mannheimer soll von 4,4 auf 4,2 Prozent gekürzt werden. Der Versicherer reagiert damit auf magerere Kapitalerträge auf seine Anlagen. Im Branchendurchschnitt würden die Überschussbeteiligungen sinken, sagte Oletzky.

Für 2009 rechnet Oletzky bei einer sinkenden Kaufkraft auch mit geringerer Nachfrage nach Versicherungsprodukten. Deshalb soll Ergo weiter wachsen - auch durch Zukäufe. Der Auslandsanteil des Geschäfts soll binnen vier Jahren von derzeit einem Viertel auf ein Drittel wachsen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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