Medizintechnik Drägerwerk gibt Gewinnwarnung aus

Der Medizin- und Sicherheitstechnikanbieter Drägerwerk wird seine Gewinnziele 2008 nicht erreichen. Dennoch wollen die Lübecker ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung aufstocken.

Berlin - Auf Basis der Novemberzahlen erwarte Drägerwerk  für das Geschäftsjahr 2008 ein um etwa 15 Prozent geringeres Konzernergebnis (Ebit vor Einmalaufwendungen) als bislang prognostiziert, teilte die Firma in der Nacht zu Samstag mit und lieferte damit die bereits im November angedeutete Gewinnwarnung nach. Schon vor Wochen hatte Drägerwerk von Ergebnisbelastungen gesprochen, die die Prognose gefährdeten.

Das Unternehmen hatte für das Ebit vor Sonderposten ursprünglich 152 Millionen Euro in Aussicht gestellt, geht nun also von nur noch rund 129 Millionen Euro aus. Die Umsätze beider Unternehmensbereiche überträfen die Vorjahreswerte, die Erlöse der Medizintechnik-Sparte blieben aber hinter den Erwartungen zurück, erklärte Drägerwerk. Typischerweise erwirtschafte die Medizintechnik im vierten Quartal über 50 Prozent des gesamten Jahresergebnisses.

Verzögerungen in der Erneuerung der Produktpalette, die jüngste Dollarstärke und Wertberichtigungen alter Forderungen im Ausland belasteten das Ergebnis zusätzlich. Um die Basis für eine künftig höhere Marge zu schaffen, habe das Unternehmen beschlossen, die Investitionen in Forschung und Entwicklung bereits jetzt zu erhöhen, erklärte Drägerwerk weiter.

Eine Prognose für 2009 wird das Unternehmen im Rahmen der Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 im Februar 2009 bekannt geben.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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