Abgeltungsteuer Ein Rechenexempel

Die Abgeltungsteuer stellt die Anleger ab dem 1. Januar 2009 vor neue Herausforderungen. manager-magazin.de hilft mit einem verbesserten Rechentool, sich den damit verbundenen Problemen zu stellen.

Hamburg - Wenn am 1. Januar die Abgeltungsteuer in Kraft tritt, werden Aktionäre stöhnen. Denn sie sind es, die als erste unter dem neuen Steuerregime leiden werden. Immerhin wird das System Aktien und aktienähnliche Investments pauschal mit 25 Prozent belasten - seien es die Erträge aus Dividenden oder der Kursgewinn. Doch auch Sparer, die ihr Geld in kurzlaufenden Anleihen oder Tagesgeld parken wollen, müssen aufpassen.

"Das Tagesgeld beispielsweise ist dieses Jahr rapide heruntergekommen, was soviel bedeutet, nach Abzug der Abgeltungssteuer bleibt ja fast nicht übrig", sagt der Vermögensverwalter und Dachfondsmanager Markus Zschaber. "Daher muss der Anleger genau schauen, wo es die besten Zinsen gibt." Das lässt sich mit Blick auf die aktualisierten Tabellen leicht feststellen, die inzwischen auch die Abgeltungsteuer einkalkulieren.

Über die Laufzeit so eines Investments hat die neue Steuer nämlich einen erheblichen Einfluss. Max Herbst, Chef der FMH-Finanzberatung: "Es wird für viele Anleger neu sein, dass der Anteil für die Steuer gar nicht auf dem Konto erscheinen wird. Das verschlechtert den Zinseszinseffekt."

Auch die verschiedenen Steuersätze der Kirchensteuer lassen sich einblenden. Dem Anleger bleibt dann nur noch, die Bonität der Bank zu prüfen. "Was hilft mir wie im Falle Kauphting-Bank der kleine positive Spread mehr, wenn dann die Bank in den Konkurs geht", mahnt Zschaber.

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