Donnerstag, 18. Juli 2019

Krisenticker Finanznotstand in Kalifornien

Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat angesichts eines immer tieferen Etatdefizites den Finanznotstand ausgerufen. Credit Suisse und HSBC streichen Bankerjobs in Großbritannien. Die Partei des neu gewählten US-Präsidenten Barack Obama will ein Konjunkturpaket in Höhe von 500 Milliarden Dollar vorschlagen. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

23.15 Uhr: Starke Kursverluste an den New Yorker Börsen: Der Dow-Jones-Index Börsen-Chart zeigen der Standardwerte schloss 7,7 Prozent im Minus bei 8149 Punkten. Dabei pendelte er im Tagesverlauf zwischen 8141 und 8827 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 8,9 Prozent schwächer bei 816 Zählern. Und der Composite-Index Börsen-Chart zeigen der Technologiebörse Nasdaq Börsen-Chart zeigen verlor gar 9 Prozent und ging mit 1398 Punkten aus dem Handel. Für die schlechte Stimmung in New York war eine Vielzahl teils ernüchternder Konjunkturdaten verantwortlich.

22.50 Uhr: Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat den Finanznotstand ausgerufen. Zugleich rief er die Abgeordneten des Parlaments zu einer Sondersitzung zusammen, um über das Etatdefizit des Bundesstaates in Höhe von 11,2 Milliarden Dollar zu beraten. Das sind umgerechnet 8,9 Milliarden Euro. Ohne zu sparen wird mit einem Anstieg des Defizits auf 28 Milliarden Dollar in den nächsten 19 Monaten gerechnet. Die Erklärung des Finanznotstands erlaubt es der Staatsregierung und dem Parlament, innerhalb von 45 Tagen Eingriffe in den aktuellen Etat vorzunehmen.

22.25 Uhr: Am Finanzplatz London fallen wegen der weltweiten Wirtschaftskrise weitere 1150 Bankerjobs weg. Die Schweizer Großbank Credit Suisse Börsen-Chart zeigen will rund 650 Arbeitsplätze und damit 10 Prozent der Beschäftigten im Königreich abbauen, davon viele in der Hauptstadt des Landes. Wenige Stunden zuvor hatte der britische Bankenries HSBC Börsen-Chart zeigen den Abbau von 500 Stellen in Großbritannien angekündigt.

22.00 Uhr: Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus wollen einem Berater der Partei zufolge im Januar ein Konjunkturpaket über voraussichtlich rund 500 Milliarden Dollar auf den Weg bringen. Das Paket solle die vom künftigen Präsidenten Barack Obama angestrebte Steuersenkung für die Mittelschicht enthalten. Zudem sollten Milliarden für Infrastrukturprogramme und zur Förderung erneuerbarer Energien ausgegeben werden.

Geringe Nachfrage: CDU erwägt anscheinend, das Banken-Rettungspaket für die Institute attraktiver zu machen
21.20 Uhr: Die CDU-Spitze plant offenbar, die Gebühren für das staatliche Rettungspaket zugunsten deutscher Banken zu senken. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" sollen die Geldhäuser für die Staatsbürgschaften bald weniger als den aktuellen Satz in Höhe von etwa 2 Prozent der Bürgschaftssumme zahlen müssen. So soll das 500 Milliarden Euro schwere Rettungsangebot für die Institute attraktiver werden.

20.25 Uhr: Anleger haben über das elektronische Ordersystem der Frankfurter Börse (Xetra) im November 18,3 Millionen Geschäfte abgewickelt, teilte die Deutsche Börse Börsen-Chart zeigen mit. Das sind knapp 5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Insgesamt wurden den Angaben zufolge im November an allen Wertpapierbörsen in Deutschland 137,4 Milliarden Euro umgesetzt - ein Minus gegenüber dem November 2007 von knapp 49 Prozent.

19.30 Uhr: Die Lufthansa Börsen-Chart zeigen lässt wegen der schwachen Nachfrage Teile ihrer Flotte am Boden. "Wir werden Flugzeuge parken müssen", kündigte Bereichsvorstand Karl Ulrich Garnadt an. Dies betreffe sowohl kleine Maschinen mit hohen Stückkosten als auch große, wenig rentable Flugzeuge. Vier Langstreckenflugzeuge vom Typ Airbus A300-600 seien bereits geparkt. Dazu sollen voraussichtlich weitere drei A340-300 kommen, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Montag.

18.43 Uhr: Der Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) Philippe Maystadt verlangt eine Kapitalerhöhung um 67 Milliarden Euro auf rund 232 Milliarden Euro. Die EIB benötige spätestens Anfang 2010 zusätzliches Geld, um ihren Beitrag zum Konjunkturprogramm finanzieren zu können, das die Europäische Union fordert, sagte Maystadt dem "Handelsblatt".

18.00 Uhr: Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen verharrt bei 8451 Punkten mit 4,3 Prozent im Minus.

17.30: Der Dax Börsen-Chart zeigen schließt mit 275 Punkten im Minus und fällt unter die Marke von 4400 Punkten. Damit gibt der deutsche Leitindex am ersten Handelstag der Woche knapp 6 Prozent ab.

17.20 Uhr: Die Deutsche Bahn hat wegen mangelnder Aufträge bereits 8000 Güterwaggons aufs Abstellgleis geschoben. Das geht aus einem Brief des Bahn-Vorstands an die Mitarbeiter der Güterbahn- Tochter Railion Deutschland hervor, der der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vorliegt.

1 7.15 Uhr: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück lehnt derzeit ein zusätzliches Programm in Deutschland zur Ankurbelung der Wirtschaft ab. "Wir warten mal ab, das zur Geltung zu bringen, was wir gemacht haben", sagte Steinbrück am Montag in Brüssel vor Beratungen mit seinen Amtskollegen des Eurogebiets. Deutschland nehme bereits über zwei Pakete insgesamt 31 Milliarden Euro in die Hand. "Das sind 1,25 Prozent unseres Bruttosozialprodukts. Das wird offenbar nicht richtig registriert von vielen, die uns beobachten", sagte der Minister mit Blick auf Forderungen in Europa, wonach Deutschland mehr Geld in die Hand nehmen müsse.

16.30 Uhr: Die starken Verluste des Dow Jones Börsen-Chart zeigen lassen auch den Dax Börsen-Chart zeigen weiter einbrechen. Der deutsche Leitindex notiert eine Stunde vor Xetra-Schluss nur noch knapp über 4400 Punkten - ein Minus von 5,5 Prozent.

16.20 Uhr: Die drohende Insolvenz des Autozulieferers Stankiewicz ist abgewendet. Das sagte eine Firmensprecherin am Montag auf Anfrage. Details der Einigung mit den Gläubigern nannte sie zunächst nicht. Die ehemalige Continental-Tochter mit einem Jahresumsatz von zuletzt 270 Millionen Euro und weltweit mehr als 2100 Beschäftigten hätte wohl vor der Pleite gestanden, falls die Banken den Geldhahn zugedreht hätten. Stankiewicz stellt unter anderem Schallisolierungen für gehobene Pkw her. Von einer Insolvenz des Zulieferers wären daher auch Volkswagen, Audi, BMW und Daimler betroffen. Der Verband der Automobilindustrie hatte erklärt, Stankiewicz verfüge über einen soliden Sanierungsplan.

16.12 Uhr: Die US-Industrie hat im November so stark an Schwung verloren wie seit 26 Jahren nicht. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel auf 36,2 von 38,9 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag mitteilte. Dies war der niedrigste Wert seit 1982. Experten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 37,0 Punkte gerechnet.

15.40 Uhr: Handelsstart an der New Yorker Börse. Die Kurse schlittern in den roten Bereich und geben viel von den Gewinnen der vergangenen Woche wieder ab. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigen liegt nach wenigen Minuten mit etwa 300 Punkten bei 8521 Punkten im Minus (Minus 3,5 Prozent).

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