Dienstag, 20. August 2019

Krisenticker Finanznotstand in Kalifornien

4. Teil: Einzelhandelsumsätze im Oktober gesunken

9.01 Uhr: In Frankfurt startet der Dax mit 0,4 Prozent im Minus bei 4650 Punkten in den Handel.

8.41 Uhr: Südkoreas Exporte sind im Zuge der weltweiten Wirtschaftsflaute zuletzt so stark eingebrochen wie seit sieben Jahren nicht mehr. Die viertgrößte Volkswirtschaft Asiens führte nach offiziellen Angaben vom Montag im November 18 Prozent weniger Waren aus. Der Rückgang im Jahresvergleich fiel deutlich stärker aus als von Analysten erwartet. Die Experten waren im Schnitt von knapp zehn Prozent ausgegangen. Volkswirte rechnen angesichts der globalen Konjunkturabkühlung mit einer weiteren Abschwächung der Nachfrage nach wichtigen südkoreanischen Exportwaren wie Chips, Stahl und Ölprodukten. Einen so deutlichen Rückgang der Exporte verzeichnete Südkorea das letzte Mal nach den Terroranschlägen am 11. September 2001.

Die Schlange könnte länger sein: Der Konsum in Deutschland geht zurück
8.20 Uhr: In Deutschland kommt der Einzelhandel nach wie vor nicht in Schwung. Die Einzelhandelsumsätze seien im Oktober auf Monatssicht preis- sowie saison- und kalenderbereinigt um 1,6 Prozent gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit. Experten hatten indes einen Zuwachs um 0,5 Prozent erwartet. Nominal sanken die Umsätze im Einzelhandel um 1,7 Prozent. Im Jahresvergleich gingen die Umsätze real um 1,5 Prozent zurück, während sie nominal um 0,9 Prozent zulegten.

7.32 Uhr: Indiens Industrieproduktion ist erstmals seit dreieinhalb Jahren zurückgegangen. Verschärfte Kreditbedingungen und die Finanzkrise belasteten die Geschäfte und schwächten die Nachfrage. Nach einer Umfrage von ABN Amro Börsen-Chart zeigen bei 500 Unternehmen fiel der Einkaufmanagerindex (PMI) für das Schwellenland im November drastisch unter die 50-Punkte-Marke und notierte bei 45,8 Zählern. Im Oktober hatte die Produktion sich noch ausgeweitet und der Index 52,2 Punkte erreicht. Die Umfrage ergab einen besonders schnellen Rückgang der heimischen Nachfrage. "Die externe Nachfrage hat nachgelassen, aber es sieht so aus, als ob sich der Rückgang im heimischen Markt beschleunigt hat", sagte der ABN-Amro-Volkswirt Gaurav Kaput.

Wirtschaft schwächelt: In China geht die Industrieproduktion zurück
7.32 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat am Montag schwach geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte Börsen-Chart zeigen verlor 115 Punkte oder 1,35 Prozent auf 8397 Punkte. Der breit gefasste Topix büßte 7,35 Punkte oder 0,88 Prozent auf 827 Punkte ein. Laut Händlern belastet den Markt weiter die Sorge über die Weltwirtschaft.

7.03 Uhr: Chinas Industrieproduktion ist im November stark zurückgegangen. Zwei am Montag veröffentlichte Umfragen wiesen eine deutliche Verschlechterung aus. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Fachverbandes für Logistik und Einkauf ging auf 38,8 Punkte zurück, nach 44,6 Punkten im Oktober. Der von CLSA, einem auf Asien fokussierten Broker, erfasste Index fiel auf 40,9 Punkte von 45,2 Punkte. Ein Wert über 50 Zähler würde eine Ausweitung der Geschäfte anzeigen, ein Stand darunter zeigt einen Rückgang an. Experten werteten die Ergebnisse als Beleg für "einen weiteren schlechten Monat für die chinesische Industrie". Zudem sei es das erste Mal, dass die schwache Nachfrage aus Übersee noch stärkere Spuren hinterlasse als die heimische Verlangsamung, sagte Eric Fishwick von CLSA.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

© manager magazin 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung