DaimlerChrysler Kooperation für neue Smart-Modelle

Der Konzern sucht einen Kooperationspartner für die Smart-Kleinwagen-Linie. Co-Vorstandschef Robert Eaton hält eine Fusion oder eine Übernahme in den nächsten drei bis vier Monaten für möglich.

Detroit - Es werde eine solche Vereinbarung innerhalb der nächsten 90 oder 120 Tage geben, sagte Eaton. Die Konsolidierung in der Branche werde weitergehen. Erst vor einem Jahr hatte Eaton ebenfalls eine Fusion in der Autobranche innerhalb von 90 Tagen vorhergesagt. Kurze Zeit später hatte der US-Konzern Ford bekannt gegeben, den schwedischen Hersteller Volvo zu kaufen.

Eaton sagte vor der Autoschau in Detroit, ein bevorstehender Kauf könnte das Schicksal des angeschlagenen südkoreanischen Herstellers Daewoo Motor bestimmen, an dem die US-Konzerne Ford und General Motors interessiert sind. Auch DaimlerChrysler habe sich noch nicht endgültig gegen ein eigenes Angebot für Daewoo entschieden. Die Gläubiger des hochverschuldeten Unternehmens wollen Daewoo Motor in einer Auktion bis Ende Juni verkaufen.

Eaton sagte weiter, DaimlerChrysler spreche weiterhin mit verschiedenen Firmen wie PSA (Peugeot/Citroën), Fiat oder Honda. DaimlerChrysler zieht eine Kooperation mit einem anderen Hersteller in Betracht, um unter der Kleinwagenmarke Smart weitere Modelle wie etwa einen Viersitzer für das Kompaktsegment auf den Markt bringen zu können.

Dabei erwägt der Konzern eine Kooperation, da die Eigenentwicklung neuer Komponenten wie etwa eines Motors sehr teuer und zeitaufwendig ist. Eaton ergänzte, er wäre aber überrascht, wenn DaimlerChrysler bereits im ersten Quartal des laufenden Jahres seine Kleinwagenstrategie endgültig festlegen würde.

Eaton bekräftigte zudem die Prognose, dass der Fahrzeugabsatz der DaimlerChrysler-Konzernmarken Mercedes und Chrysler im laufenden Jahr weiter zunehmen dürfte. 1999 hatte der Stuttgarter Konzern rund 3,2 Millionen Fahrzeuge der Chrysler-Marken und rund 1,07 Millionen Fahrzeuge der Marken Mercedes und Smart verkauft.