Tui-Zahlen Wolken am Urlaubshimmel

Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui hat im dritten Quartal trotz höherer Erlöse unter dem Strich weniger verdient als im Vorjahr und damit die Erwartungen enttäuscht. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand allerdings weiterhin mit einem höheren operativen Ergebnis.

Hannover - Der Touristikkonzern Tui  hat im dritten Quartal einen leichten Gewinnrückgang verbucht. Das Konzernergebnis lag mit 448 Millionen Euro drei Prozent unter dem Wert vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Gründe waren vor allem Kosten für die Integration der britischen First Choice , der schwache Kurs des britischen Pfunds und ein Gewinnrückgang der aufgegebenen Sparte Containerschifffahrt.

Der Umsatz der Touristiksparte, auf die sich Tui künftig konzentrieren will, erhöhte sich wegen der erstmaligen Einbeziehung von First Choice um rund 17 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis der Sparte legte um 15 Prozent auf 795 Millionen Euro zu. Für den Gesamtkonzern erwartet der Vorstand im Gesamtjahr unverändert einen deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses.

Allerdings drückten Sonderbelastungen aus der Fusion von First Choice und der Tui Touristiksparte das Nettoergebnis deutlich. In der Touristik werde mit einem deutlichen Anstieg des operativen Ertragsniveaus gerechnet. In der laufenden Wintersaison 2008/2009 sowie in der Sommersaison 2009 werde Tui erneut bei der Bemessung der Kapazitäten flexibel auf die Nachfragesituation reagieren.

In der Containerschifffahrt, von der sich Tui trennt, erwartet der Konzern trotz eingetrübter Konjunktur für das Geschäftsjahr 2008 eine deutliche Steigerung des Ertragsniveaus.

manager-magazin.de mit Material von reuters