Mittwoch, 24. April 2019

Krisenticker Obama-Fans feiern, US-Firmen feuern

3. Teil: Deutsche Häfen wachsen langsamer

11.27 Uhr: Die Rekordölpreise im Sommer haben den Gewinn des französischen Ölmultis Total kräftig sprudeln lassen. Der Konzern wies am Mittwoch für das dritte Quartal einen Anstieg des Nettoergebnisses um gut ein Drittel auf rund 4,1 Milliarden Euro aus. Auch ein effektiveres Raffinerie-Geschäft habe zu dem unerwartet kräftigen Gewinnwachstum beigetragen, erklärte der Konzern.

Im Zwielicht: Auch der Seehandel wird unter der Konjunkturschwäche leiden
11.03 Uhr: Die französische Großbank BNP Paribas kommt weiter vergleichsweise gut durch die Finanzkrise. Der Gewinn ging zwar im dritten Quartal deutlich zurück, doch der Rückgang hielt sich im Vergleich zur Konkurrenz in Grenzen. Die Bank verdiente mit 901 Millionen Euro rund 56 Prozent weniger als vor einem Jahr. Experten hatten mit einem Gewinn von knapp 1,3 Milliarden Euro gerechnet. Am Aktienmarkt gab das Papier am Vormittag rund 3,5 Prozent ab.

10.44 Uhr: Trotz der Finanzmarktkrise haben die deutschen Seehäfen ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Für das laufende Jahr erwarten die Unternehmen einen Anstieg des Güterumschlags gegenüber 2007 um 3 Prozent auf rund 322 Millionen Tonnen, wie der Präsident des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), Detthold Aden, in Hamburg anlässlich der Jahrestagung des Verbands sagte. 2006 hatten die Seehäfen erstmals über 300 Millionen Tonnen Güter aller Art umgeschlagen. Im nächsten Jahr rechnet die Branche, bedingt durch die Finanzmarktkrise, allerdings mit einer Wachstumsdelle im Seegüterumschlag.

10.15 Uhr: Die Einlagen der Banken des Euroraums bei der Europäischen Zentralbank (EZB) sind am Mittwoch erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Über Nacht seien 295,92 (Vortag: 280,23) Milliarden Euro als Einlagen angelegt worden, teilte die EZB am Mittwoch in Frankfurt mit. Die Ausleihungen der Banken über die Spitzenrefianzierung erhöhten sich von 9,54 auf 10,52 Milliarden Euro.

09.42 Uhr: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist am Dienstag wieder gefallen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Mittwoch kostete ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten der Organisation 57,77 Dollar. Das waren 1,26 Dollar weniger, als zum Wochenbeginn (59,03 Dollar). Die Opec berechnet ihren sogenannten Korbpreis auf der Basis von 13 ausgewählten Sorten des Kartells.

09.01 Uhr: Der Tag an der Börse in Frankfurt startet überraschend schwach. Der Dax Börsen-Chart zeigen geht mit einem Minus von einem Prozent in den Handel. Vorbörslich war mit einem positiven Start und einem Plus von rund einem Prozent gerechnet worden.

08.34 Uhr: Der weltweit größte Stahlkonzern ArcelorMittal Börsen-Chart zeigen tritt nach Rekordergebnissen im dritten Quartal wegen der nachlassenden Konjunktur auf die Wachstumsbremse. Das Unternehmen kündigte am Mittwoch in Luxemburg weitere Produktionskürzungen und Einsparungen an. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38 Prozent auf 35,2 Milliarden Dollar, der Nettogewinn um 29 Prozent auf 3,8 Milliarden Dollar. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um 76 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar.

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