Autobranche BMW kappt erneut Gewinnprognose

Der Autobauer BMW hat nach einem Einbruch im dritten Quartal seine Gewinnprognose erneut reduziert und die Absatzprognose gekappt. Eine Umsatzrendite von 4 Prozent sei in der aktuellen Branchenkrise nicht mehr zu erreichen. BMW will zudem 40.000 Autos weniger bauen als bislang geplant.

München - BMW hat im dritten Quartal einen überraschend starken Gewinneinbruch verbucht. Das Ergebnis vor Steuern sackte auf 279 von 765 Millionen Euro ab, wie der Konzern am Dienstag in München mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 455 Millionen Euro gerechnet. Die Aktie von BMW  gab kurz vor Börsenstart um mehr als 5 Prozent nach.

Wegen erhöhter Kreditausfälle, der schwierigen Lage auf den Gebrauchtwagenmärkten und der Kaufzurückhaltung stockte der Konzern seine Risikovorsorge um 342 Millionen Euro auf; damit beläuft sie sich in den ersten neun Monaten auf insgesamt 1,037 Milliarden Euro.

Wegen der hohen Zusatzbelastungen nahm BMW seine Prognose für das Gesamtjahr 2008 zurück. Eine Umsatzrendite von mindestens vier Prozent sei "durch das deutlich eingetrübte Marktumfeld nicht mehr zu erreichen". Der Absatz werde nicht über dem Vorjahresniveau liegen.

Produktion erneut drastisch gekürzt

"Beim weltweiten Absatz rechnet die BMW Group 2008 nun nicht mehr mit einem Niveau, das über dem Rekordwert des Vorjahres liegt", hieß es in der Mitteilung. Im Oktober sei erneut ein deutlicher Absatzrückgang zu erwarten.

"Angesichts der schwachen weltweiten Konjunktur wird die BMW Group die Produktion der Marktnachfrage anpassen und zusätzlich zu den bereits angekündigten 25.000 Einheiten mindestens weitere 40.000 Einheiten im laufenden Jahr gegenüber den ursprünglichen Planungen kürzen."

Eine exakte Prognose sei angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen derzeit nicht möglich. BMW hatte die Gewinnprognose erst Anfang August reduziert.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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