Linde Prima leben und sparen

Die Finanzkrise hat in den Quartalszahlen des Gaseherstellers Linde kaum Spuren hinterlassen. Das Unternehmen will sich dennoch mit einem Sparprogramm gegen die aufkeimende Wirtschaftsflaute rüsten.

München - Der Industriegasekonzern Linde  rüstet sich mit einem Sparpaket gegen die Konjunkturabschwächung. In den nächsten vier Jahren sollen die Kosten um insgesamt bis zu 800 Millionen Euro gedrückt werden.

"In unserem Geschäftsverlauf per Ende September hat sich die Wirtschaftskrise noch nicht bemerkbar gemacht", sagte Linde-Chef Wolfgang Reitzle am Montag. Allerdings könne nicht ausgeschlossen werden, dass einige Kunden zukünftig weniger Geld für Gase und Anlagen ausgeben.

Reitzle bekräftigte den Ausblick für 2008. Der Umsatz soll steigen, das Ergebnis überproportional zulegen. "Wir halten Kurs", bekräftigte Reitzle. Mittelfristig soll das operative Ergebnis auf über drei Milliarden Euro klettern. "Diese Ziele sind im gegenwärtigen Marktumfeld sehr ambitioniert", räumte er ein.

Ohne die angepeilten Einsparungen von 650 bis 800 Millionen Euro, die vor allem durch in Einkauf und IT-Bereich erzielt werden sollen, wären sie wahrscheinlich kaum zu erreichen, sagte Reitzle. Durch die Übernahme des Konkurrenten BOC sollen im kommenden Jahr zudem wie geplant weitere 250 Millionen Euro eingespart werden.

Im dritten Quartal steigerte Linde den Überschuss nach Steuern und Minderheiten auf 177 (Vorjahreszeitraum: 134) Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um gut zwei Prozent auf 3,14 Milliarden Euro. Die Linde-Aktie lag am Mittag kaum verändert bei 65,40 Euro. Zu den großen Konkurrenten des Konzerns gehören die französische Air Liquide und Praxair.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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