Société Générale Gewinneinbruch um über 80 Prozent

Die Finanzkrise hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz der französischen Großbank Société Générale. Der Gewinn der Bank brach im dritten Quartal wegen umfangreicher Abschreibungen um mehr als 80 Prozent ein. Zudem halten sich Gerüchte, das Institut brauche noch mehr neues Kapital.

Hamburg - Im dritten Quartal fiel der Nettogewinn des Instituts um 83 Prozent auf 183 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Société Générale noch einen Überschuss von 1,12 Milliarden Euro verbucht. Grund für den Rückgang seien Abschreibungen wegen der Finanzturbulenzen.

Die Einnahmen der Société Générale reduzierten sich um 5 Prozent auf 5,11 Milliarden Euro von 5,38 Milliarden Euro. Nach Inanspruchnahme des Rettungspakets der französischen Regierung werde die Kernkapitalquote bei 9 Prozent liegen, wie die französische Bank am Montag mitteilte.

Die Aktie der Société Générale  steht seit Wochen wegen Gerüchten unter Druck, das Institut brauche eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Wegen des Skandals um ungenehmigte Spekulationen ihres Händlers Jérôme Kerviel hatte die Bank schon im März ihr Kapital um 5,5 Milliarden Euro erhöht.

manager-magazin.de mit Material von afp, dow jones

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