Autokrise Nissan und Suzuki dampfen Prognosen ein

Japans Autobauer werden von der Absatzkrise voll erfasst. Nissan halbiert seine Gewinnprognose. Suzuki, einer der gesündesten Hersteller weltweit, senkt sie um ein Drittel.

Tokio - Der japanische Renault-Partner Nissan  hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr wegen des starken Yen und der stagnierenden Nachfrage in Europa und den USA mehr als halbiert. Wie der drittgrößte Autobauer des Landes am Freitag bekanntgab, dürfte sich der Gewinn zum Bilanzstichtag 31. März 2009 auf nur noch 160 Milliarden Yen (1,2 Milliarden Euro) belaufen statt der bislang erwarteten 340 Milliarden Yen. Der Konzern, an dem Renault zu 44 Prozent beteiligt ist, schätzt den Betriebsgewinn jetzt auf 270 Milliarden Yen statt zuvor 550 Milliarden und den Umsatz auf 9,6 (bisher: 10,3) Billionen Yen.

Im zweiten Geschäftsquartal Quartal von Juli bis September sank der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahresergebnis um 38,8 Prozent auf 73,5 Milliarden Yen. Der Umsatz verringerte sich um 3,7 Prozent auf 2,5 Billionen Yen und der operative Gewinn um 48,8 Prozent auf 111,7 Milliarden Yen.

Bezogen auf das erste Halbjahr sackte der Reinerlös um 40,5 Prozent auf 126,3 Milliarden Yen. Das Betriebsergebnis sank um 47,8 Prozent auf 191,6 Milliarden Yen und der Umsatz um 3,9 Prozent zum Vorjahr auf 4,87 Billionen Yen.

Die erste Gewinnwarnung seiner Geschichte hat Suzuki  ausgegeben. Nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr senkte der Konzern am Freitag seine Prognose für den Betriebsgewinn im Geschäftsjahr bis Ende März um 33 Prozent auf 100 Milliarden Yen (79 Millionen Euro). Beim Nettogewinn rechnet das Unternehmen nur noch mit 60 statt 80 Milliarden Yen.

Damit gerät auch Suzuki, das wegen seines geringen Engagements im kriselnden US-Markt als einer der gesündesten Autobauer weltweit gilt, in den Abwärtssog von Kreditkrise und Wirtschaftsflaute. Von April bis September belasteten der starke Yen sowie eine rückläufige Nachfrage in Europa, Pakistan und Ungarn die Ergebnisse, wie der Motorrad- und Autohersteller erläuterte.

Der Betriebsgewinn fiel um 23 Prozent auf 60,7 Milliarden Yen, der Nettogewinn um 26 Prozent auf 34,2 Milliarden Yen. Der Umsatz ging um 0,5 Prozent auf 1,72 Billionen Yen (rund 14 Milliarden Euro) zurück. In den vergangenen Tagen hatten bereits die japanischen Rivalen Honda , Mazda und Mitsubishi  ihre Jahresprognosen gesenkt.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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