Puma Nur ein kleiner Sprung

Puma hat im dritten Quartal gute Geschäfte gemacht. Das operative Ergebnis übertraf geringfügig das gute Vorjahresniveau. Jetzt hat das Puma-Management seine Umsatzprognose für 2008 leicht angehoben - trotz des harten Wettbewerbs mit einem amerikanischen Konkurrenten.

Herzogenaurach - Der Sportausrüster Puma  traut sich nach einem stabilen dritten Quartal für das laufende Jahr nun ein Wachstum von mindestens 5 Prozent zu. Vorstandschef Jochen Zeitz sagte am Freitag, es sei mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent zu rechnen. Bislang hatte die Nummer drei der Branche hinter Nike  und Adidas  nur eine Steigerung um einen einstelligen Prozentsatz in Aussicht gestellt.

Das Vorsteuerergebnis des Unternehmens stieg im dritten Quartal dieses Jahres auf 125 Millionen Euro; im entsprechenden Vorjahresquartal waren es 123,8 Millionen Euro. Das Konzernergebnis blieb mit 89 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Zuversichtlich stimmt Puma auch die Besserung in den USA, dem weltgrößten Sportartikelmarkt. Dort verzeichnete das Unternehmen aus Herzogenaurach einen minimalen Umsatzanstieg auf knapp 146 Millionen Dollar, während die gesamte Branche in den vergangenen Quartalen mit Einbußen zu kämpfen hatte. Die Krise des US-Einzelhändlers Foot Locker, der die Preise mit aggressiven Lockangeboten drückt, Läden schließt sowie Bestände abbaut, bereitete den Herstellern Probleme. Stark wuchs Puma in Lateinamerika und Asien. Weltweit summierten sich die Erlöse im Zeitraum Juli bis September auf 713 Millionen Euro, ein Plus von 6 Prozent.

Den Quartalsgewinn hielt Puma mit 89 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Von Reuters  befragte Analysten hatten im Schnitt nur mit 86 Millionen Euro gerechnet. Puma betonte, an seinen Investitionen festzuhalten. Der Konzern hat in diesem Jahr viel Geld in die großen Sportereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele gesteckt. Die Kosten stiegen im dritten Quartal um fast 10 Prozent auf 250 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand erhöhte sich bis Ende September - von Währungseffekten abgesehen - um 5 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Darin seien vor allem Lieferungen für das laufende Quartal sowie die ersten drei Monate 2009 enthalten. Puma hat weitere 150.000 eigene Aktien zurückgekauft. Damit halten die Franken 850.000 Anteilsscheine, gut 5 Prozent des Grundkapitals, im eigenen Bestand.

Der Puma-Aktienkurs verlor bis 10.15 Uhr knapp 0,3 Prozent auf 128,40 Euro.

manager-magazin.de mit Material von ddp, dpa-afx und reuters

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