Barclays Lieber Petrodollar statt Staatsknete

Staatsrettung, nein danke. Die britische Barclays Bank besorgt sich über eine Kapitalerhöhung 9,3 Milliarden Euro auf dem freien Markt. Wichtiger Geldgeber ist eine Investorengruppe aus Katar.

London - Die britische Großbank Barclays  will sich unter anderem bei einer Investorengruppe aus Katar frisches Kapital besorgen. Geplant sei eine Kapitalerhöhung im Umfang von 7,3 Milliarden Pfund, teilte das Institut am Freitag in London mit. Mit der Maßnahme will das Institut den höheren Kapitalanforderungen der Regierung für alle Banken aus Großbritannien gerecht werden. Die Schlussdividende für 2008 soll nach wie vor gestrichen werden.

Nach Abschluss der Kapitalerhöhung hätte die Kernkapitalquote (Tier 1) rückwirkend zu Ende Juni bei einem Proformawert von 11,3 Prozent gelegen. An der Kapitalerhöhung beteiligen sich neben Investoren aus Katar und Abu Dhabi unter anderem auch bestehende Aktionäre und institutionelle Investoren.

Barclays nannte zudem vorläufige Zahlen für die neun Monate bis Ende September: In diesem Zeitraum habe das Vorsteuerergebnis leicht über dem Vorjahr gelegen und die Erträge hätten kräftig zugelegt. Die Abschreibungen seien im gleichen Maß gewachsen wie in der ersten Jahreshälfte.

De Finanzkrise habe Barclays insgesamt mit 129 Millionen Pfund belastet. Abschreibungen in Höhe von 1,2 Milliarden Pfund seien dabei zum Großteil durch die Neubewertung von Verbindlichkeiten zu aktuellen Marktpreisen (Fair Value) ausgeglichen worden. Im Oktober seien durch diese Gewinne in Höhe von einer Milliarde Pfund verzeichnet worden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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