Krisenticker Finanzkrise dämpft Rohstoffhunger

Das zweitgrößte Minenunternehmen der Welt will seine Produktion drosseln - in der Finanzkrise finden auch Metalle weniger Käufer. Kein Wunder, dass auch die US-Börsen im Minus enden. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

22.50 Uhr: Der Dow Jones  schließt 3,6 Prozent im Minus bei 8378 Punkten. Dabei pendelte er zwischen 8187 und 8683 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 3,5 Prozent, der Nasdaq  gab 3,2 Prozent nach.

Zu den am ärgsten geschundenen Aktien gehören Finanztitel wie Bank of America  mit einem Minus von über 8 Prozent. Aber auch die Anteile des US-Autobauers General Motors  gaben um 2,5 Prozent nach. Analysten halten einen sich abzeichnenden Zusammenschluss mit der früheren Daimler-Tochter Chrysler für einen Akt der Verzweiflung. Chrysler kündigte zudem an, wegen der beispiellos schwierigen Marktbedingungen weitere 5000 Mitarbeiter zu entlassen. Politiker forderten weitere Staatshilfen für die kriselnde Branche.

21.40 Uhr: Brasiliens Minengesellschaft Vale, bekannt auch als Companhia Vale do Rio Doce (CVRD) , will den Abbau seiner Produkte drosseln. Mit diesem Schritt will es die Kosten senken, da sich die Nachfrage nach Eisenerz und anderen Metallen in der Finanzkrise verringert, heißt es aus dem Sitz des Unternehmens in Rio de Janeiro. Genauer gesagt, will die Gesellschaft in jenen Regionen die Produktion herunterfahren, in denen die Produktionskosten hoch sind. "Wir werden im kommenden Quartal Klarschiff machen", sagt CEO Roger Agnelli. Vale ist die zweitgrößte Minengesellschaft der Welt.

Der Düngemittel- und Salzhersteller K+S (Kurswerte anzeigen) bekommt die Folgen der Finanzmarktkrise und den Einbruch auf den Rohstoffmärkten gleichfalls zu spüren: "Natürlich greift die Krise auch auf unsere Kunden in der Agrarwirtschaft über", sagte Vorstandschef Norbert Steiner der Zeitschrift "Euro am Sonntag". "Die Nachfrage hat in den vergangenen Wochen nachgelassen. Das spüren wir."

21.33 Uhr: Die Anteilseigner der BayernLB wollen nach der Regierungsbildung im Freistaat über eine Neuausrichtung der schwer angeschlagenen Bank sprechen. Das kündigten sie am Freitagabend in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Vorstand der Bank an. "Alle Beteiligten sind sich ihrer gemeinsamen Verantwortung bewusst, die Bank aus der gegenwärtigen schwierigen Lage herauszuführen - Sie werden dazu weiterhin eng zusammenarbeiten", hieß es darin.

21.05 Uhr: Der Ifo-Geschäftsklimaindex wird nach Einschätzung von Experten im Oktober ein weiteres Abgleiten der Industrie in die Rezession zeigen. Darauf deuteten laut Volkswirten die Meldungen von Produktionsdrosselungen und reduzierten Gewinnprognosen hin. Der an diesem Montag (27. Oktober) zur Veröffentlichung anstehende Index wird sich demnach erneut eintrüben und von 92,9 Punkten im Vormonat auf 91 Punkten im Oktober sinken.

21.02 Uhr: Die Kreditkrise hat auch die Autobauer fest im Griff. Der angeschlagene US-Autobauer Chrysler will wegen der anhaltenden Branchenkrise weitere Stellen streichen. In der Verwaltung sollen noch im November bis zu 5000 Stellen gestrichen werden. Damit würden in diesem Bereich rund ein Viertel der Angestellten wegfallen. Zudem sollen Investitionen zurückgefahren werden und weitere Schritte zum Konzernumbau geprüft werden. Das geht aus einem Brief von Chrysler-Chef Bob Nardelli an die Mitarbeiter des Unternehmens, an dem Daimler noch 20,1 Prozent hält, vom Freitag hervor.

19.55 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist unzufrieden mit der bislang nur sehr zurückhaltenden Inanspruchnahme des milliardenschweren Rettungspaktes für die Finanzbranche. Das deutsche Rettungspaket stehe zwar, "aber (wird) nicht so genutzt, wie viele es nutzen wollen und aus meiner Sicht auch nutzen sollten", sagte sie am Freitag am Rande des Asien-Europa-Gipfels (ASEM) in Peking. Was die Regierungen tun müssten, sei, die Probleme, die sich aufgestaut hätten abzuarbeiten und damit mehr Zuversicht an die Märkte zu bringen. Die erneuten Kursrutsche an den Börsen sieht Merkel als Ausdruck von Unsicherheiten, ob die Krisensymptome schon überwunden sind.

17.40 Uhr: Der Chef der angeschlagenen Bayerischen Landesbank (BayernLB), Michael Kemmer, bleibt im Amt. Das Gleiche gilt für den gesamten Vorstand. Darauf einigten sich die Bayerische Staatsregierung und der bayerische Sparkassenverband am Freitag in München, wie der Präsident des bayerischen Sparkassenverbands, Siegfried Naser, mitteilte.

Eine für heute geplante Sondersitzung des Verwaltungsrats der angeschlagenen Bayerischen Landesbank in München wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Wann eine Entscheidung über die Zukunft des Vorstands fällt, blieb offen.

17.10 Uhr: Das vom Staatsbankrott bedrohte Island bekommt im Rahmen eines Hilfspakets des Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Kredit über zwei Milliarden Dollar (1,56 Milliarden Euro). Außerdem sollen dem Land 830 Millionen Dollar sofort zur Verfügung gestellt werden, wie die isländische Regierung am Freitag nach Verhandlungen mit IWF-Vertretern erklärte. Die IWF-Führung in Washington muss dem formal noch zustimmen. Die Finanzierungslinie wäre der erste Kredit für ein westliches Land seit 1976.

Mehr US-Heime verkauft

16.45 Uhr: Die Finanzkrise hat eine weitere notleidende US-Bank in einen vom Staat gestützten Notverkauf getrieben. Nach Milliardenverlusten rettet sich die große Regionalbank National City in die Arme des Wettbewerbers PNC Financial Services. PNC kauft National City für knapp 5,6 Milliarden Dollar, die zum Großteil in Aktien gezahlt werden. Der Staat schießt im Rahmen seines Banken-Rettungspakets 7,7 Milliarden Dollar Kapital zu, wie die Banken am Freitag mitteilten.

16.05 Uhr: In den USA sind im September unerwartet viele bestehende Eigenheime verkauft worden. Aufs Jahr hochgerechnet stieg ihre Zahl um 5,5 Prozent auf 5,18 Millionen, wie die Vereinigung der Immobilienmakler am Freitag mitteilte. Im August waren es 4,91 Millionen. Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 4,93 Millionen Eigenheime gerechnet.

15.50 Uhr: Im Streit um die Beteiligung an einer Kapitalspritze für die WestLB hat die Stadtsparkasse Rheine eine juristische Niederlage kassiert. Das Verwaltungsgericht Münster entschied am Freitag, die Sparkasse müsse mit Zahlungen in einer Höhe von sechs bis acht Millionen Euro zur Stabilisierung der Landesbank beitragen. Das Gericht ließ aber die Möglichkeit einer Berufung zu.

15.49 Uhr: Islands Regierung und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben ihre Verhandlungen über Hilfsgelder für die von einer Staatspleite bedrohte Insel abgeschlossen. In Reykjavik galt als wahrscheinlich, dass bei für den Nachmittag angekündigten Pressekonferenzen die Einigung sowie Bedingungen für die Gewährung von IWF-Krediten mitgeteilt werden.

15.40 Uhr: Der Dow Jones  ist am Freitag zu Handelsstart an der Wall Street um 400 Punkte gefallen. Hintergrund sind Sorgen vor einer weltweiten Rezession. Zuvor war es bereits an den Börsen in Europa und Asien kräftig abwärts gegangen.

15.24 Uhr: Die Moskauer Börse setzt den Handel bis Dienstag um 15.05 Uhr aus.

14.59 Uhr: Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) hat ihren Gewinn im abgelaufenen Quartal dank höherer Einnahmen aus Zinsen und Gebühren gesteigert. Wie die nach Marktwert weltgrößte Bank am Freitag mitteilte, kletterte das Nettoergebnis um 25,5 Prozent auf umgerechnet 4,12 Milliarden Dollar (28,2 Milliarden Yuan). Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg von 17 Prozent zu Jahresfrist gerechnet.

14.50 Uhr: Die US-Börsen werden am Freitag voraussichtlich mit ungewöhnlich hohen Verlusten in den Handel starten. Händlern zufolge hat die Angst vor einer globalen Rezession die weltweiten Aktienmärkte in eine Abwärtsspirale getrieben, der sich auch die US-Börsen nicht entziehen können.

14.38 Uhr: Die Deutschen Post beschleunigt wegen des Konjunkturabschwungs die Sanierung ihres verlustreichen US-Expressgeschäfts. Der Kapazitätsabbau im Bodenverteilnetz in den Vereinigten Staaten sei forciert worden, sagte eine Post-Sprecherin am Freitag in Bonn. Nötigenfalls würden zusätzliche Sanierungsschritte eingeleitet. Die Deutsche Post fährt im Expressgeschäft in Nordamerika seit Jahren rote Zahlen ein.

14.31 Uhr: Bankenwerte sind im vorbörslichen US-Handel deutlich unter Druck geraten. Citigroup  verloren 8,01 Prozent auf 12,06 (NYSE-Schluss: 13,11) Dollar, und für Goldman Sachs  ging es um 11,13 Prozent auf 96,50 (108,58) Dollar runter. Die Finanztitel litten unter der Furcht der Anleger vor einer weltweiten Rezession, die zu einem Ausverkauf an den Märkten geführt habe, sagten Händler.

14.14 Uhr: Die staatliche KfW-Bankengruppe stellt der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB  wie angekündigt mehr als eine Milliarde Euro bereit. Die Ende März von der IKB-Hauptversammlung beschlossenen Kapitalerhöhung in Höhe von 1,25 Milliarden Euro sei am Freitag in das Handelsregister eingetragen worden, teilte die IKB am selben Tag in Düsseldorf mit. Über 99 Prozent dieses Betrages kommen nach früheren Angaben von der KfW. Der Anteil der KfW an der IKB steigt damit von 45,5 auf rund 91 Prozent. Die Kapitalerhöhung war wegen der damals noch ausstehenden Entscheidung der EU-Kommission über das Rettungspaket für die IKB monatelang nicht vollzogen worden.

13.35 Uhr: Die Futures auf die US-Aktienindizes wie den Dow Jones (Kurswerte anzeigen), den S&P-500-Index und den Nasdaq 100 sind am Freitag "Limit Down". Wegen der Kursverluste in Höhe des maximal erlaubten Tagesminus können die Kontrakte nicht mehr weiter fallen und nur noch auf dem aktuellen Niveau oder höher gehandelt werden.

Zuletzt fiel der Dow-Future um 550 Punkte auf 8.224 Zähler, der S&P-500-Future um 60 Punkte auf 855,25 Zähler und für den NASDAQ 100-Future ging es um 85 Zähler auf 1168,50 Punkte nach unten.

"Ein bisschen mehr im Portemonnaie"

12.51 Uhr: Die Gewerkschaften bekommen für die anstehenden Tarifrunden Rückendeckung von der SPD-Spitze. Parteichef Franz Müntefering sagte der Parteizeitung "Vorwärts", die Melodie "seid alle bescheiden", helfe gerade jetzt nicht weiter. "Die Menschen brauchen Vertrauen, wir brauchen Konsum. Für beides hilft ein bisschen mehr im Portemonnaie", argumentierte Müntefering.

12.30 Uhr: Vor der entscheidenden Sitzung des BayernLB- Verwaltungsrats zum Milliarden-Debakel der Bank hat sich der Druck auf Vorstandschef Michael Kemmer verstärkt. Der Chef des Verwaltungsrates und scheidende bayerische Finanzminister Erwin Huber (CSU) forderte weitere personelle Konsequenzen aus der Krise um die Landesbank noch am Freitag. Auf die Frage, ob er dabei bleibe, dass auch andere neben ihm Verantwortung übernehmen müssten, sagte Huber am Morgen in München: "Natürlich".

11.54 Uhr: Die Aktien der Telekom Italia wurden nach starken Verlusten vom Handel ausgesetzt.

11.39 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) fällt unter 4100 Punkte.

11.18 Uhr: Im ersten Anlegerprozess um Zertifikate der insolventen US-Bank Lehman-Brothers hat die Frankfurter Sparkasse einen Vergleich mit Anlegern abgelehnt. Das Institut bestehe in diesem Pilotfall auf einem Urteil, sagte der Sparkassenanwalt am Freitag vor dem Landgericht Frankfurt. Dort verlangt ein Ehepaar Schadensersatz für den mit dem Lehman-Papier erlittenen Verlust in Höhe von 12.000 Euro. Die Eheleute fühlen sich falsch beraten und nicht ausreichend informiert über die an die Sparkasse geflossenen Provisionen.

11.17 Uhr: Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) kürzt ihre Fördermenge um 1,5 Millionen Barrel pro Tag. Das teilte der saudi-arabische Ölminister Ali el Nuaimi am Freitag in Wien nach einer Sondersitzung der Opec-Minister mit.

10.43 Uhr: Die britische Wirtschaft ist im vergangenen Quartal zum ersten Mal seit 16 Jahren geschrumpft. Im dritten Quartal von Juli bis September ging das Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent zurück, teilte die Nationale Statistikbehörde am Freitag mit.

10.31 Uhr: Die chinesischen Börsen haben am Freitag nach einer schlechten Konjunkturprognose der europäischen Großbank HSBC  für Wachstumsmärkte ihre Verluste ausgeweitet. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fiel auf seinen tiefsten Stand seit vier Jahren und schloss 8,3 Prozent im Minus bei 12.618 Zählern.

Dänemark erhöht Leitzinsen

10.22 Uhr: Dänemarks Nationalbank hat zur Stabilisierung der unter Druck geratenen Landeswährung Krone am Freitag die Leitzinsen um 0,50 Prozentpunkte auf 5,50 Prozent angehoben. Damit liegt das Zinsniveau in dem skandinavischen Land um 1,75 Prozentpunkte über dem der Eurozone.

Das EU-Mitglied Dänemark, dessen Bevölkerung die Einführung des Euro bei einer Volksabstimmung 2000 abgelehnt hatte, hat den Kurs der Krone fest an den Euro gebunden. Er darf dabei eine Bandbreite von 2,25 Prozent in beide Richtungen nicht überschreiten.

09.48 Uhr: Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ist an die Marke von 60 US-Dollar gesunken. Ein Barrel (159 Liter) aus den Fördergebieten des Kartells habe am Donnerstag 60,27 US-Dollar gekostet, teilte die Opec am Freitag in Wien mit. Das waren 0,55 Dollar weniger als am Mittwoch.

09.12 Uhr: Der Euro ist am Freitag bis auf 1,2666 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 2006 gefallen.

09.05 Uhr: Der Dax (Kurswerte anzeigen) startet mit über 5 Prozent im Minus.

08.49 Uhr: Der US-Ölpreis hat sich am Freitag vor dem Treffen des Opec-Kartells an der Marke von 68 Dollar stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember kostete im frühen Handel 67,52 Dollar. Das waren 32 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent, ebenfalls zur Lieferung im Dezember, sank um 24 Cent auf 65,68 Dollar.

08.45 Uhr: Die Aktienbörse in Tokio hat die Woche angesichts der Sorgen über die Folgen des globalen Wirtschaftsabschwungs auf die Bilanzen japanischer Unternehmen wie Sony mit schweren Verlusten beendet. Der Nikkei  schloss erstmals seit Mai 2003 unter der psychologisch wichtigen Marke von 8000 Punkten bei 7907 Punkten. Damit verlor der Nikkei im Vergleich zum Vortagesschluss 810 Punkte oder 9,60 Prozent.

08.26 Uhr: China unterstützt nach Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel Pläne für neue Finanzmarktregeln. China und Deutschland wollten sich bei der Antwort auf die Finanzmarktkrise koordinieren, fügte die Kanzlerin am Freitag in Peking hinzu. Merkel nimmt am 7. Asiatisch-Europäischen Gipfel in der chinesischen Hauptstadt teil.

07.59 Uhr: Der Preisverfall am Ölmarkt hat die deutschen Importpreise im September so stark sinken lassen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die nach Deutschland gelieferten Waren und Güter verbilligten sich im Schnitt um 1,0 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt. Das ist der stärkste Rückgang seit September 2006.

Peugeot kürzt Prognose

0 7.48 Uhr: Der französische Autobauer Peugeot  hat die Prognose für seine Gewinnmarge gekürzt. Peugeot erwarte nur noch eine Marge von 1,3 Prozent anstatt der früher angepeilten 3,5 Prozent, teilte der Konzern am Freitag mit. Der Absatz werde in 2008 rund 3,5 Prozent unter dem Niveau von 2007 liegen. "Massive" Produktionskürzungen im vierten Quartal seien geplant. Im dritten Quartal setzte Peugeot mit 13,3 Milliarden Euro binnen Jahresfrist 5,2 Prozent weniger um.

07.21 Uhr: Ein von der US-Regierung gestütztes Hypothekenpaket der Bank Bear Stearns  hat im dritten Quartal einen Verlust von 2,7 Milliarden Dollar eingefahren, wie die Notenbank Fed mitteilte. Für rund zwei Milliarden Dollar werden voraussichtlich die US-Steuerzahler geradestehen müssen. Ende September war das ursprünglich 30-Milliarden-Dollar schwere Depot noch 26,8 Milliarden Dollar wert gewesen.

07.14 Uhr: Der US-Ölpreis hat sich vor dem OPEC-Treffen bei der Marke von 68 US-Dollar stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Dezember kostete im frühen Handel 67,52 US-Dollar. Das waren 32 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag.

06.59 Uhr: Der Chefökonom der DekaBank, Ulrich Kater, sagte der "Bild"-Zeitung: "Viele wichtige Länder wie Deutschland und USA sind in der Rezession." Im dritten Quartal sei die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Der Chefvolkswirt der Postbank, Marco Bargel, sprach in dem Blatt von einer Wirtschaftskrise, die Europa erfasst habe. "Immer mehr Länder stecken in der Rezession, auch Deutschland", sagte Bargel.

06.04 Uhr: Die größte Bank Südostasiens, Singapurs DBS-Bank, will einige Kunden entschädigen, die durch den Bankrott der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Geld verloren haben. DBS hatte Derivate mit einem Anteil an Lehman-Schuldtiteln unter anderem an Rentner verkauft, offenbar ohne das Risiko ausreichend deutlich zu machen.

Freitag, 05.39 Uhr: Tokios Börse ist erneut im freien Fall: Der Nikkei  stürzte erstmals seit Mai 2003 unter die psychologisch wichtige Marke von 8000 Punkten. Um 12.34 Uhr Ortszeit notierte das Börsenbarometer für 225 führende Werte einen massiven Verlust von 598 Punkten oder 7,08 Prozent beim Stand von 7862 Punkten.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.