USA Chrysler mit Milliardenverlust

Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler hat im ersten Halbjahr einen Verlust von mehr als einer Milliarde Dollar erlitten. Im zweiten Quartal lag das Minus bei mindestens 565 Millionen Dollar, wie aus einer Mitteilung des Herstellers vom Donnerstag hervorgeht.

New York - Der deutsche Daimler-Konzern  veräußerte die Chrysler-Mehrheit im vergangenen Jahr an den US-Finanzinvestor Cerberus und verhandelt gerade über den Verkauf des Restanteils.

Seit der Mehrheitsübernahme durch Cerberus ist der Autobauer als privates Unternehmen nicht mehr zur Offenlegung seiner Zahlen verpflichtet. Daimler hält allerdings noch knapp 20 Prozent und gab deshalb am Donnerstag im Rahmen seiner Quartalsergebnisse auch den durch die Chrysler-Restbeteiligung angefallenen Verlust bekannt. Dieser lag bei Daimler bei 351 Millionen Euro.

Chrysler betonte allerdings umgehend, dass wegen unterschiedlicher Bilanzierungsmethoden in Europa (IFRS) und den Vereinigten Staaten (US GAAP) der Verlust nach US-Regeln lediglich bei 88 Millionen Euro für den Anteil von 19,9 Prozent liege. Für das gesamte Unternehmen Chrysler ergibt sich daraus ein Minus von 440 Millionen Euro. Zum aktuellen Kurs umgerechnet wären dies mehr als 565 Millionen Dollar.

Im ersten Quartal lag das entsprechend ermittelte Minus bei 515 Millionen Dollar. Aufgrund der zuletzt starken Kursschwankungen zwischen Euro und Dollar sind dies allerdings nur ungefähre Werte.

Chrysler kündigte am Donnerstag zudem wegen der dramatisch gesunkenen Nachfrage weitere Einschnitte in der Produktion an. Dadurch würden fast 2000 Stellen wegfallen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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