Krisenticker Greenspan räumt Fehler ein

Der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan hat im Rahmen der Finanzkrise erstmals eigene Fehler eingeräumt. Und die US-Regierung bereitet nach den Hilfen für die Finanzbranche ein Paket für Hausbesitzer vor. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

21.47 Uhr: Der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan hat im Rahmen der Finanzkrise erstmals eigene Fehler eingeräumt. Die hochkomplexen Kreditversicherungs-Geschäfte (Credit Default Swaps, CDS) nicht stärker zu regulieren, sei ein Fehler gewesen, sagte Greenspan bei einer Anhörung in einem Ausschuss des US-Parlaments. "Ich habe falsch gelegen mit der Annahme, dass Organisationen - speziell Banken - aufgrund von Eigeninteresse ihre Aktionäre und ihr Firmenkapital am besten schützen können", sagte Greenspann.

20.49 Uhr: Der vor der Übernahme durch den Investor Augur stehende Finanzdienstleister Cash Life ist im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Nach Steuern belief sich der Verlust auf rund 13 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Operativ ergab sich ein Minus von rund zwei Millionen Euro nach einem Gewinn von 3,1 Millionen vor Jahresfrist. Das Unternehmen berichtete von Einmalbelastungen in Höhe von knapp fünf Millionen Euro, insbesondere durch diverse Abschreibungen.

20.14 Uhr: Die deutschen Aktienindizes haben im späten Parketthandel ihre Verluste ausgeweitet. Der L-Dax ging bei 4406 Punkten aus dem Handel, nachdem der Leitindex auf Xetra um 1,12 Prozent auf 4519 Punkte nachgegeben hatte.

19.02 Uhr: Nach den Hilfen für die Finanzbranche bereitet die US-Regierung nun auch ein milliardenschweres Paket für Hausbesitzer vor. Darlehensgarantien sollen die Banken dazu bewegen, verschuldeten Eigentümern günstigere Konditionen einzuräumen.

18.41 Uhr: Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) dreht nach zwischenzeitlichen Gewinnen wieder leicht ins Minus.

18.01 Uhr: Deutsche Banken sind offenbar die wichtigsten privaten Kreditgeber für Island. Von Bankschulden in Höhe von 75,3 Milliarden US-Dollar, die bis Ende Juni dieses Jahres in Island aufgelaufen waren, stammten 21,3 Milliarden Euro von deutschen Finanzinstituten. Dies geht aus der am Donnerstag veröffentlichten vierteljährlichen Bankenstatistik der in Basel ansässigen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervor. Damit kommt ein gutes Drittel des von Banken bereit gestellten Geldes aus Deutschland.

17.32 Uhr: Die Ratingagentur Fitch hat eine wichtige Bonitätsnote der BayernLB gesenkt. Die Analysten stuften das Individualrating der Münchener Landesbank auf "C/D" von "C" zurück, wie Fitch am Donnerstag mitteilte. Das langfristige Emittetenausfallrating bestätigte Fitch dagegen mit "A+". Der Ausblick dafür ist stabil. Das Individualrating ist ein Indikator dafür, wie ein Institut ohne Unterstützung dastehen würde. Die Analysten der Agentur Standard & Poor's sehen dagegen derzeit keinen Anlass, ihre Einstufungen für die BayernLB zu ändern.

17.01 Uhr: Zwei namhafte Bankenrechtler und Verbraucheranwälte wollen eine weitere Verfassungsbeschwerde gegen das 500-Milliarden-Paket zur Rettung deutscher Banken einlegen. Die Beschwerde werde am Freitag beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht, sagten am Donnerstag der Nürnberger Rechtsanwalt Klaus Kratzer und sein Göttinger Kollegen Reiner Füllmich der Nachrichtenagentur AFP. Die 500 Milliarden Euro drohten "ohne jeglichen Sinn zu verpuffen" und würden wohl zu höheren Steuern führen.

Bereits am Montag hatte ein Unternehmen aus Thüringen Verfassungsbeschwerde gegen das Finanzmarktstabilisierungsgesetz eingereicht, weil es die Banken gegenüber anderen Unternehmen unzulässig bevorzuge. Füllmich sagte, noch niemand habe schlüssig erklärt, warum nicht auch mal eine Bank Pleite gehen dürfe.

16.52 Uhr: General Motors  will dem verschärften Abschwung auf dem US-Automarkt mit Entlassungen begegnen. Diese sollten bereits Ende des Jahres und Anfang 2009 beginnen, teilte der größte US-Autobauer in einem Brief an Topmanager mit. In allen Geschäftsbereichen des Konzerns weltweit werde es dringend erforderliche Sparmaßnahmen geben, hieß es in dem Schreiben.

US-Börsen tendieren schwächer

15.59 Uhr: Die US-Börsen haben nach den deutlichen Verlusten des Vortages erneut schwächer tendiert. Sie begannen den Handelstag zwar mit leichten Gewinnen, drehten aber innerhalb der ersten halben Stunde ins Minus. Grund waren die anhaltenden Rezessionserwartungen und die unerwartet schlechten Arbeitsmarktdaten. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stieg zuletzt überraschend stark.

Der Dow Jones (Kurswerte anzeigen) der Standardwerte fiel 1,2 Prozent auf 8419 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,2 Prozent auf 886 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq (Kurswerte anzeigen) gab 1,5 Prozent auf 1592 Punkte nach.

15.45 Uhr: Die Währungsmärkte kommen weiter nicht zur Ruhe. Wie an den Vortagen kauften US-Anleger Dollar zurück, die sie Analysten zufolge auch für die Bedienung ihrer Schulden brauchen. "Wir sehen weiterhin eine Rückführung der Vermögenswerte in die USA", sagt Postbank-Devisenhändler Andreas Fenner. Erneut waren unter den großen Währungen der Euro und das Britische Pfund - mit neuen Zwei- beziehungsweise Fünf-Jahrestiefs - die größten Verlierer. Der Euro fiel zeitweise um gut einen Cent bis auf ein Zwei-Jahres-Tief von 1,27 Dollar.

14.40 Uhr: Bis Ende des Jahres will Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy einen nationalen Staatsfonds schaffen. Damit will das Land wichtige Industriekonzerne in der Finanzkrise vor Übernahmen aus dem Ausland schützen. Sarkozy wiederholte seine Aufforderung, EU-weit solche Staatsfonds zu gründen, die vorübergehend Anteile an Konzernen übernehmen würden. Dies war von der Bundesregierung umgehend abgelehnt worden. Der Präsident kündigte gleichzeitig an, wegen der Finanzkrise Investitionen von französischen Unternehmen vorübergehend steuerfrei zu stellen.

13.44 Uhr: Die Finanzkrise vermiest dem weltgrößten Onlineeinzelhändler Amazon  das wichtige Weihnachtsgeschäft. Der US- Konzern musste seine Umsatzprognose für das Jahr 2008 deutlich senken. Dabei gab es im dritten Quartal noch satte Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. Die aufgeschreckten Anleger ließen die Amazon- Aktie steil abstürzen.

Für 2008 erwartet Amazon nun ein Umsatzplus zwischen 24 und 31 Prozent auf 18,46 bis 19,46 Milliarden Dollar. Bisher hatte der Online-Händler 30 bis 35 Prozent Zuwachs erwartet.

13.15 Uhr: Der Dax  verliert um die Mittagszeit 4,1 Prozent und rutscht erneut unter die Marke von 4400 Zählern. Belastend wirkt auch das Indexschwergewicht Daimler, dessen Papiere rund 7 Prozent nachgeben. Sein bisheriges Jahrestief hatte der Index Anfang Oktober bei 4308 Zählern markiert - noch vor Verabschiedung der staatlichen Rettungspakete.

12.57 Uhr: Der staatlich gerettete US-Versicherer AIG friert auf Druck der Behörden weitere Millionen-Boni für Manager ein. Alle Zahlungen aus einem 600 Millionen Dollar schweren Vergütungstopf des Konzerns für leitende Beschäftigte seien gestoppt worden, sagte der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo. Überdies muss allein der wegen der AIG-Schieflage zurückgetretene Konzernchef Martin Sullivan vorerst auf rund 19 Millionen Dollar verzichten.

Finanzkrise belastet deutschen Export

12.51 Uhr: Die Finanzkrise wird sich nach Ansicht der Bundesregierung stark negativ auf den deutschen Export auswirken. Aufgrund der weltwirtschaftlichen Lage seien zurzeit "keine außenwirtschaftlichen Impulse zu erwarten", schreibt das Bundesfinanzministerium in seinem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht für Oktober. Im deutschen Exportsortiment hätten hochwertige Investitionsgüter einen hohen Stellenwert. "Weil vor allem die Nachfrage nach diesen Produkten zurückging, ist Deutschland im besonderen Maße von der Abschwächung der internationalen Konjunktur betroffen."

Zwar habe der sinkende Eurokurs dafür gesorgt, dass der "Kostendruck auf die exportorientierten deutschen Unternehmen etwas nachgelassen" habe. In der Abwertung der europäischen Gemeinschaftswährung spiegle sich aber zugleich die Abschwächung der Auslandsnachfrage wider. So habe vor allem die Nachfrage nach Konsumgütern in den Ländern außerhalb der Eurozone stark nachgelassen. Die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung könne sich bis ins dritte Quartal des kommenden Jahres fortsetzen. Die Bundesregierung hatte zuletzt ihre Wachstumsprognose für das kommende Jahr auf 0,2 Prozent gesenkt.

12 Uhr: Der Autokonzern Daimler hat nach schwachen Drittquartalszahlen seine Schätzungen für das Gesamtjahr 2008 erneut gesenkt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) solle nun nur noch mehr als 6 Milliarden Euro betragen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Bislang war Daimler von einem EBIT von mehr als 7 Milliarden Euro ausgegangen.

Die Aktie von Daimler  gab unmittelbar nach den Zahlen deutlich nach, konnte im Anschluss aber ihre Verluste wieder reduzieren. Es sei bereits "sehr viel Schlechtes im Kurs eingepreist", sagten Händler.

11.15 Uhr: Der Dax  stürzt, wie bereits am Morgen befürchtet, unter die Marke von 4400 Zählern und steuert in Richtung Jahrestief. Händler sprachen zudem davon, dass der Dax eine "charttechnische Unterstützung" bei rund 4500 nicht gehalten habe, was den Kursrutsch beschleunigte. Zuletzt notierte der Dax 3,5 Prozent im Minus.

10.33 Uhr: Der Vorstand der angeschlagenen BayernLB hat nach massiver Kritik aus der Politik die Vertrauensfrage gestellt. Das uneingeschränkte Vertrauen des Verwaltungsrats und der Anteilseigner der BayernLB sei unabdingbare Voraussetzung für ihre weitere Arbeit, schrieben die sechs Vorstandsmitglieder am Donnerstag in einem Brief an den scheidenden Finanzminister Erwin Huber (CSU). Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur dpa vor.

10.05 Uhr: Schwedens Reichsbank hat am Donnerstag die Senkung der Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent angekündigt. Sie begründete den am nächsten Mittwoch (29. Oktober) wirksam werdenden Schritt mit den Folgen der internationalen Finanzkrise.

9.25 Uhr: Der Dax  gibt im frühen Handel 1,1 Prozent nach und fällt auf 4513 Punkte. Angesichts des Kursrutsches in USA und Japan hält sich der deutsche Leitindex noch leidlich stabil - Händler verweisen darauf, dass die US-Futures Hoffnung auf eine Erholung an der Wall Street machen.

8.45 Uhr: Der japanische Elektronikkonzern Sony hat seine Prognose für das Gesamtjahr mehr als halbiert. Grund sei der starke Yen und ein erbitterter Preiskampf bei Flachbildschirmen und Digitalkameras, teilte Sony am Donnerstag mit. Sony erwartet für das Geschäftsjahr 2008/09 (per Ende März) nur noch ein operatives Ergebnis von 200 Milliarden Yen (1,56 Milliarden Euro). Zuvor war Sony auf operativer Ebene von 470 Milliarden Yen ausgegangen.

Dax auf Talfahrt

8.30 Uhr: Der Dax  dürfte am Donnerstag nach vorbörslicher Indikation mit einem Abschlag von 1,4 Prozent starten. Der Index droht in diesem Fall erneut unter die Marke von 4500 Zählern zu fallen. Anfang Oktober hatte der Index ein Jahrestief von 4308 Zählern erreicht - noch vor Verabschiedung umfangreicher staatlicher Rettungspakete. Auch die Börsen in Asien und den USA wanken. Der Dow Jones , der bis Handelsschluss in Europa um 3,5 Prozent gefallen war, schloss 5,7 Prozent im Minus. In Japan schloss der Nikkei  2,6 Prozent im Minus, in Südkorea verlor der Leitindex sogar 8 Prozent.

"Selbst wenn ein Bankenkollaps durch die staatlichen Eingriffe verhindert wird, belastet die Sorge vor einer weltweiten Rezession den Dax schwer", sagte ein Händler. Vor allem eine schwächere Nachfrage in den bisherigen Boomländern in Asien dürfte exportorientierte deutsche Unternehmen belasten - und auch die "Tigerstaaten" und Osteuropa spüren derzeit die Krise:

8.00 Uhr: Die Grünen-Bundestagsfraktionschefin, Renate Künast, hat mehr Schutz für Verbraucher bei Geldanlagen gefordert. Deutschland brauche einen Finanz-TÜV, sagte Künast am Donnerstag im "Deutschlandradio Kultur". Als Sicherheitskontrolle schlug sie unter anderem vor, Verbraucher müssten durch Lobbyisten vertreten werden, die Angebote auf ihre Zuverlässigkeit hin prüfen.

China "der Einäugige unter den Blinden"

7.19 Uhr: Die Schweizer Großbank Credit Suisse  hat im dritten Quartal 2008 wie angekündigt einen Reinverlust von 1,26 Milliarden Franken verzeichnet gegenüber einem Reingewinn von 1,30 Milliarden Franken im entsprechenden Vorjahresquartal. Nach dem nunmehr zweiten Verlustquartal in diesem Jahr erklärte Konzernchef Brady Dougan am Donnerstag, er rechne mit einem "weiterhin schwierigen Marktumfeld und wir bleiben bei unserer Prognose für das vierte Quartal vorsichtig". Das Ergebnis des dritten Quartals enthält Netto-Wertberichtigungen im Umfang von 2,43 Milliarden Franken.

5.15 Uhr: China wird nach Einschätzung der europäischen Wirtschaft durch die globale Finanzkrise noch mehr an Bedeutung gewinnen. "China ist der Einäugige unter den Blinden", sagte der Präsident der Europäischen Handelskammer in China, Jörg Wuttke, am Donnerstag vor dem Asien-Europa-Gipfel (ASEM) in Peking im Gespräch mit der Dpa. Trotz eines langsameren Wachstums werde China "sehr viel stärker" aus der Krise herauskommen und für multinationale Unternehmen noch wichtiger werden.

Als langfristig größter Markt der Welt werde China dann noch wichtiger als vorher. "China wird sicher der große Gewinner sein und darauf werden sich europäische Unternehmen einstellen müssen", sagte der Kammerpräsident vor einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die am Donnerstag zu dem Gipfel in Peking eintraf.

IKB fordert gezahlte Boni von Ex-Vorständen zurück

2.18 Uhr: Nach der BayernLB könnte laut einem Medienbericht zufolge wohl auch die HSH Nordbank das Rettungspaket der Bundesregierung in Anspruch nehmen. Nach Informationen des NDR wird die Bank ihre Entscheidung am Ende der Woche mitteilen. Ein Banksprecher erklärte am Mittwochabend, man prüfe die Teilnahme. Bis zum Wochenende werde es aber keine Entscheidung geben. Auch die WestLB bekundete inzwischen Sympathie mit dem Angebot Dem NDR-Bericht zufolge gilt als wahrscheinlich, dass die HSH auf die angebotenen Bürgschaften zurückgreifen wird. Damit könnte der sogenannte Interbankenhandel angekurbelt werden.

2.17 Uhr: Die WestLB hat angedeutet, das staatliche Banken-Rettungspaket in Anspruch nehmen zu wollen. Eigentümer und Vorstand begrüßten das von Bundesrat und Bundestag verabschiedete Finanzmarktstabilisierungsgesetz, erklärte die WestLB am Mittwoch in Düsseldorf. Das Maßnahmenpaket sei "alternativlos" um der nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers entstandenen Finanzkrise entgegenzuwirken. "Das notwendige Maßnahmenpaket kann seine Wirkung nur entfalten, wenn es auch in Anspruch genommen wird", erklärte die Bank.

2.01 Uhr: Die Flucht ins angeblich krisensichere Gold  könnte einige Anleger teuer zu stehen kommen. Angesichts der Angst vor einer weltweiten Rezession fiel der Preis für das Edelmetall am Mittwoch an der New Yorker Rohstoffbörse Nymex um 80 Dollar auf 735,20 Dollar je Unze. Das war der niedrigste Stand seit dem 4. September 2007. Grund für den Einbruch sind Sorgen um die Weltkonjunktur und ein erstarkender Dollar. Da fördert den Ausverkauf von Rohstoffen, die als Absicherung gegen Inflation und eine schwache US-Währung genutzt werden. Analysten zufolge ist der weitere Verlauf des Goldpreises schwer vorherzusagen. Der Goldexperte Jon Nadler erklärte, es sei unklar, ob der Tiefpunkt erreicht sei oder es mit dem Kurs noch weiter unter die 700-Dollar-Marke gehen könnte.

1.43 Uhr: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Volkswagen AG  , Ferdinand Piëch, rechnet wegen der Finanzkrise mit einer längeren Schwächephase in der Autobranche. Die gesamte Weltwirtschaft leide zur Zeit unter den Verwerfungen auf den Kapitalmärkten, sagte Piëch der "Bild"-Zeitung. Die Finanzkrise verstärke die ohnehin seit längerem schwache Konjunktur. "Wann wir aus diesem Tal wieder aufsteigen, kann keiner sagen. Wir sollten uns aber auf eine Durststrecke einstellen."Langfristig werde die Krise das VW-Geschäft positiv beeinflussen, zeigte sich Piëch überzeugt.

1.00 Uhr: Die Fehlspekulationen in der Finanzbranche führen nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag) zu ersten Sanktionen gegen deutsche Bankmanager. Die IKB  verklage den ehemaligen Vorstandschef Stefan Ortseifen auf Rückzahlung von Tantiemen in Höhe von 805.000 Euro und geht gegen drei weitere Ex- Manager vor, schrieb das Blatt. Ein amtierender Vorstand musste auf Druck des Aufsichtsrats bereits 558.000 Euro erstatten.

Die IKB, die Mitte 2007 wegen Fehlspekulationen in Milliardenhöhe beinahe pleitegegangen wäre und vom Staat gestützt werden musste, greife als erste Bank hart durch. Gegen Ex-Vorstandschef Ortseifen, der Mitte 2007 entlassen wurde, ist eine Klage anhängig, bestätigte die IKB der "Süddeutschen Zeitung". Ortseifen wiederum klagt gegen seine Entlassung.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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