General Electric Buffett steigt mit drei Milliarden Dollar ein

General Electric besorgt sich 15 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt. Drei Milliarden stammen von Investmentlegende Warren Buffett - ein unbezahlbarer Vertrauensbeweis. Der Konzern wirkt so Gerüchten von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit entgegen.

Boston/Fairfield - Warren Buffett investiert insgesamt drei Milliarden Dollar in General Electric (GE) . "Ich bin zuversichtlich, dass GE in den kommenden Jahren weiter erfolgreich sein wird", erklärte Buffett am Mittwoch. Experten werteten den Einstieg der Investmentlegende als Beleg dafür, dass es mit dem US-Aktienmarkt bald wieder aufwärts gehen könnte.

GE-Aktien profitierten deutlich von dem Vertrauensbeweis. Sie konnten aber ihre starken Verluste von bis zu neun Prozent nicht ganz wettmachen und notierten in Folge der Ankündigung noch gut drei Prozent schwächer. Börsianer hatten zuvor berichtet, es gebe Sorgen über die Liquiditätslage bei GE. Erst in der vergangenen Woche hatte der US-Mischkonzern gewarnt, dass der Gewinn angesichts von Kreditkrise und Wirtschaftsflaute in diesem Jahr bis zu zwölf Prozent niedriger ausfallen könnte.

Gerade die große GE-Finanzsparte leidet unter den Folgen der Finanzmarkturbulenzen und belastet den Konzern massiv. Obwohl die Aktie in diesem Jahr bereits gut ein Drittel an Wert verloren hat, beläuft sich der gesamte Börsenwert von GE immer auf rund 235 Milliarden Dollar.

Neue Stammaktien sollen 12 Milliarden Dollar bringen

Buffett wird drei Milliarden Dollar in neue Vorzugsaktien des Konzerns investieren und erhält zusätzlich die Option, innerhalb der nächsten fünf Jahre weitere Aktien im Wert von drei Milliarden Dollar zu einem festen Preis zu erwerben.

Zusätzlich will der Konzern neue Stammaktien im Wert von zwölf Milliarden Dollar öffentlich anbieten. Die Kapitalerhöhung ermögliche es GE, offensiv auf Übernahmesuche zu gehen, erklärte Konzernchef Jeff Immelt.

Buffett war erst in der vergangenen Woche bei der einst führenden US-Investmentbank Goldman Sachs  eingestiegen. Branchenexperten hatten dies ebenfalls als "vergoldeten Vertrauensbeweis" bezeichnet.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-AFX

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