Vertrauenskrise Eiszeit zwischen Telekom und Deutscher Bank

Die Deutsche Telekom geht auf Distanz zur Deutschen Bank. Der Telefonriese kritisiert, daß die Großbank zunehmend für den Hauptkonkurrenten Mannesmann tätig sei und den Wert des Telekom-Kabelnetzes zu niedrig angesetzt habe.

Frankfurt am Main - Das berichtet das "Wall Street Journal Europe". Dem Bericht zufolge habe Telekom-Chef Ron Sommer es zudem als Vertrauensbruch angesehen, dass der Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer Details der Pläne zum Verkauf des Telekom-Kabelnetzes mit dem damaligen EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert erörtert habe.

Die Deutsche Bank und die Telekom wollten den Bericht am Montag nicht kommentieren. Ein Banksprecher sagte lediglich, es gebe vielfältige Wege der Zusammenarbeit.

Laut "Wall Street Journal Europe" hat die Telekom für den Börsengang von T-Online im kommenden Frühjahr die Deutsche Bank nicht als einen der globalen Koordinatoren berücksichtigt. Der Telefonkonzern stütze sich statt dessen auf Goldman Sachs und Dresdner Kleinworth Benson. Beim Verkauf ihrer regionalen Kabelfirmen hat die Telekom die Deutschen Bank nicht in die engere Wahl der Bieter genommen.

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