Freitag, 20. September 2019

Lehman Planen mit dem Zusammenbruch

Fieberhaft arbeiten US-Banken an einer Lösung für Lehman Brothers, bevor der Börsenhandel am Montag dem maladen Institut den Rest gibt. Mit staatlicher Hilfe ist diesmal nicht zu rechnen. So könnte nur noch eine Zerschlagung helfen. Experten spielen aber auch schon den schlimmsten Fall durch.

New York - Ein Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers Börsen-Chart zeigen kann offensichtlich nur noch durch eine Zerschlagung verhindert werden. Es werde immer klarer, dass der ursprünglich geplante Verkauf der gesamten Bank an einen Konkurrenten kaum zu erzielen sei, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag in der Online-Ausgabe.

Monday, Monday: Der Wochenbeginn erscheint bedrohlich für Lehman
Wall-Street-Banker und US-Behörden suchen weiter fieberhaft nach einer Lösung für die viertgrößte amerikanische Investmentbank. Aus Angst, ein neuer Kurssturz am Montag könnte der 158 Jahre alten Traditionsbank das Genick brechen, wird alles darangesetzt, noch am Wochenende eine Einigung zu erzielen.

Ein Knackpunkt seien vom Ausfall bedrohte Kreditpapiere bei Lehman, die niemand im Alleingang oder ohne Unterstützung der US- Regierung übernehmen wolle. Finanzminister Henry Paulson hatte kategorisch klargemacht, dass von Washington diesmal keine finanziellen Hilfen zu erwarten seien. Nun gehe es in den Gesprächen vor allem um eine Zerschlagung der Investmentbank und wie man im Fall ihrer Pleite den Schaden für das weltweite Finanzsystem möglichst gering halten kann, hieß es.

Der aktuelle Rettungsplan sieht vor, dass Lehman Brothers in zwei Teile aufgespalten wird, wie es in übereinstimmenden Medienberichten hieß. Es wären eine "gute Bank", in der die sicheren Vermögenswerte gebündelt werden, und eine "schlechte Bank", in die vom Ausfall bedrohte Papiere vor allem aus dem Immobiliensektor kommen.

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