Regulierer Telekom muß Preise senken

Frohe Botschaft für die Telefonkunden. Die Deutsche Telekom muß die Preise für Telefonate um mindestens 5,6 Prozent senken.

Bonn - Das entschied die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Die Forderung der Behörde basiert auf einem Anfang 1998 vom damaligen Postministerium initiierten Verfahren, das in zwei Schritten Tarifsenkungen für jeweils zwei Jahre vorsieht. Die neue Festsetzung gilt bis 31. Dezember 2001, erklärte der Behördenleiter Klaus-Dieter Scheurle.

Ob es danach noch dieser so genannten Preis-Cap-Regulierung bedarf, sei aus heutiger Sicht sehr in Frage zu stellen, fügte Scheurle hinzu. Die Telekom hat für die geforderte Preissenkung bis April Zeit. Sie gilt nur für den Bereich Sprachtelefonie, nicht aber für die Datenkommunikation, der zum Beispiel Telefonieren via Internet zugeschlagen wird, und auch nicht für neue Produkte des Bonner Unternehmens.

Die Regulierungsbehörde verfügte zudem, dass das so genannte Interconnection-Entgelt an die Telekom für die Zusammenschaltung ihres Netzes mit denen anderer Anbietern von derzeit durchschnittlich 2,70 Pfennig pro Minute auf 2,04 Pfennig gesenkt wird. Dies gelte vom 1. Januar 2000 bis 31. Januar 2001. Die Endkunden können sich nach Einschätzung Scheurles Hoffnung auf niedrigere Tarife machen.

Mit seiner Entscheidung geht der Regulierer über die 2,35 Pfennig durchschnittlichen Minutenpreis hinaus, auf die sich die Telekom und Mannesmann Arcor in einer Übereinkunft geeinigt hatten. Nach den Vorstellungen des Ex-Monopolisten sollte das Abkommen Modellcharakter für die gesamte Branche haben.

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