Deutsche Post Bund versilbert Aktien vorzeitig

Finanzminister Eichel füllt seine Kassen. Der Bund hat für sieben Milliarden Mark knapp 50 Prozent seines Post-Aktienpakets an die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgegeben.

Berlin - Der Ministeriumssprecher sagte, der am 21. Dezember vollzogene Verkauf stehe im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang der Post AG zum Herbst 2000.Die Übergabe des Aktienpakets an die KfW bereitet den Verkauf der Deutschen Post vor. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Es sei beabsichtigt, dass die KfW dann einen Teil des Aktienpakets weiter veräußert.

Bund behält Mehrheit an Deutscher Post

Die Bundesbehörde für Post und Telekommunikation werde weiterhin die Mehrheit der Aktien halten. So bleiben 50 Prozent plus eine Aktie in Staatsbesitz. Man habe sich für dieselbe "Platzhalterlösung" entschieden wie schon bei der Privatisierung der Lufthansa und der Telekom, sagte der Ministeriumssprecher.

Der Zeitpunkt des seit längerem geplanten Verkaufs habe sich allein an den Marktbedingungen ausgerichtet. Der Erlös, der den Erwartungen entspreche, sei bereits im Bundeshaushalt verplant. Wie der Südwestfunk berichtete, erhält der Bund bei einem Weiterverkauf der Aktien den etwaigen Mehrerlös.

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