Mittwoch, 29. Januar 2020

Coba Wie der Dresdner-Deal finanziert wird

Für die Commerzbank ist der Kauf der Dresdner Bank ein finanzieller Kraftakt ohne Beispiel. Der Preis entspricht beinahe dem Börsenwert der Commerzbank selbst. Deshalb kann sie den Erwerb nur in zwei Schritten stemmen und muss der Allianz Firmenteile abgeben.

Frankfurt am Main - Wie manager-magazin.de bereits vor Tagen exklusiv gemeldet hatte, erfolgt der Verkauf der Dresdner Bank in zwei Schritten. Der Kaufpreis beträgt nach derzeitiger Berechnung - abhängig von der Entwicklung der Aktienkurse - 8,8 Milliarden Euro, hinzu kommen Kosten von knapp einer Milliarde Euro, um Risiken der Dresdner Bank abzusichern.

Im ersten Schritt erwirbt die Commerzbank Börsen-Chart zeigen 60,2 Prozent der Dresdner-Bank-Anteile. Die Allianz Börsen-Chart zeigen erhält dafür 163,5 Millionen neue Commerzbank-Aktien, die aus einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage stammen. Das entspricht einem Anteil von 18,4 Prozent am Grundkapital der Commerzbank.

Diese Beteiligung ist nach Unternehmensangaben derzeit rund 3,4 Milliarden Euro wert, allerdings auf Basis eines Durchschnittskurses der Commerzbank-Aktie von 20,80 Euro. Am Montag jedoch stürzte der Kurs um knapp 12 Prozent auf weniger als 18 Euro ab.

Zusätzlich erhält die Allianz von der Commerzbank 1,6 Milliarden Euro in bar. Zur Finanzierung begibt die Commerzbank 65,4 Millionen neue Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts, die beschleunigt bei institutionellen Investoren platziert werden sollen.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung