Inflation Öl treibt Importpreise

Die Einfuhrpreise sind im Juli so stark gestiegen wie zuletzt im November 2000. Erneut waren Energie und Nahrungsmittel die wichtigsten Preistreiber. Obwohl der Ölpreis inzwischen deutlich nachgelassen hat, werden die Verbraucher die Teuerung weiterhin spüren.

Berlin - Die nach Deutschland gelieferten Waren haben sich im Juli so stark verteuert wie seit fast acht Jahren nicht mehr. Die Importpreise stiegen um 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Das ist der höchste Wert seit November 2000 mit 10,6 Prozent. Im Juni hatte die Teuerungsrate noch 8,9 Prozent betragen.

Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 0,6 Prozent. Größter Preistreiber war erneut Energie. Sie verteuerte sich binnen Jahresfrist um 48,8 Prozent. Rohöl kostete 51,6 Prozent und Mineralölerzeugnisse 49,0 Prozent mehr. Ohne diese beiden Bereiche hätte die Jahresteuerungsrate bei den Importen nur 3,5 Prozent betragen.

Hohe Preissteigerungen gab es auch bei Eisenerzen, die sich um gut 44 Prozent verteuerten, hieß es weiter. Auch viele Nahrungsmittel verteuerten sich erheblich. Für Zitrusfrüchte wurden 29,4 Prozent mehr verlangt, für Rindfleisch 24,8 Prozent mehr.

Die Importpreise gelten ebenso wie die Erzeuger- und Großhandelspreise als Indikator für die künftige Inflationsentwicklung. Preiserhöhungen schlagen in der Regel mit zeitlicher Verzögerung und abgeschwächt auf die Verbraucherpreise durch.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ddp

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