Nachgerechnet Körperschaftsteuersatz sinkt einheitlich auf 25 Prozent

Von den 73 Milliarden Mark Entlastungen, die nach dem Konzept für die Jahre 1999 bis 2005 einschließlich der schon in Kraft gesetzten Maßnahmen zusammenkommen, entfallen den Berechnungen des Finanzministeriums zufolge 54,3 Milliarden auf die privaten Haushalte, 17,1 Milliarden auf den Mittelstand und 1,6 Milliarden Mark auf die Großunternehmen.

Berlin - Die vierköpfige Familie eines Durchschnittsverdieners mit einem Jahresbruttoeinkommen von 60.000 Mark wird im nächsten Jahr um 1026 Mark einschließlich erhöhtem Kindergeld gegenüber 1999 entlastet. In 2001 sollen nunmehr 748 Mark hinzu kommen. Durch weitere Stufen addiert sich die Entlastung bis 2005 gegenüber 1998 auf 4052 Mark, für einen ledigen Durchschnittsverdiener auf 2400 Mark. In 2000 bleiben für Familien/Ledige Jahreseinkommen von 36.505/19.495 Mark völlig steuerfrei gegenüber erst 33.643/18.091 Mark 1998. Im Jahr 2000 nimmt diese Steuerfreigrenze auf knapp 38.000/20.251 Mark und bis 2005 auf 40.285/21.385 Mark zu.

Die Steuerreformstufen ab 2001 setzen die für 2000 beschlossenen Entlastungen über Grundfreibetrag, Eingangssteuersatz und Spitzensteuersatz bis 2005 fort, der von jetzt 53 (2000: 51) Prozent dann nur noch 45 Prozent betragen soll. Die Endstufe des bereits wirksamen Steuerentlastungsgesetzes 1999/2000/2002 wird um ein Jahr auf 2001 vorgezogen.

Überraschend stark soll der Spitzensteuersatz für Privateinkünfte sinken: von 53 Prozent in diesem Jahr auf 51 Prozent im nächsten, auf 48,5 Prozent in 2001, 47 Prozent in 2003 und 45 Prozent in 2005. Der Eingangsteuersatz geht in dieser Zeit von jetzt 23,9 Prozent auf 22,9 Prozent im nächsten Jahr, 19,9 Prozent in 2001, 17 Prozent in 2003 und 15 Prozent in 2005 zurück. Der Grundfreibetrag steigt von 13.067 Mark in diesem Jahr auf 13 499 Mark im nächsten und 14 093 Mark im übernächsten Jahr. 2003 klettert er weiter auf 14 525 Mark und 2005 auf 15 011 Mark. Für Verheiratete gelten hier jeweils die doppelten Beträge.

Schröder sprach von drei Säulen des neuen Konzepts. So werden im Jahr 2000 die AG und GmbH durch Senkung des Körperschaftsteuersatzes für einbehaltene Gewinne (bisher 40 Prozent) und ausgeschüttete Gewinne (30 Prozent) auf einheitlich 25 Prozent entlastet.

Diesen Steuersatz dürfen künftig auch Personengesellschaften, Freiberufler und Landwirte wählen, müssen dann aber Gewerbesteuer zahlen und dürfen nicht zur Einkommensbesteuerung zurückkehren. Alternativ können sie ihre Gewerbesteuerschuld fast oder ganz von der Einkommensteuer abziehen. Das Vorziehen der Steuerstufe 2002 auf 2001 entlastet nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch die etwa 1,6 Millionen Kleinbetriebe mit geringen Gewinnen und ohne Gewerbesteuerlast.