Mannesmann Vodafone-Angebot zerstört Werte

Der deutsche Konzern hat am Montag seine ablehnende Haltung zum Übernahmeangebot durch die britische Telefongesellschaft Vodafone Airtouch bekräftigt.

Düsseldorf - "Zentrale Aspekte machen das von Vodafone angekündigte Angebot für die Mannesmann-Aktionäre weiterhin unattraktiv", teilte Mannesmann am Montagabend mit. Zuvor hatte Vodafone in London erklärt, sein Angebot zur Übernahme von Mannesmann am kommenden Donnerstag veröffentlichen zu wollen. Dabei bietet Vodafone weiterhin 53,7 eigene Aktien je Mannesmann-Anteil.

Mannesmann erklärte, man bedauere, dass Vodafone den eingeschlagenen feindlichen Kurs beibehalte. "Vodafone hat zu keinem Zeitpunkt den Ansatz einer freundlichen Übernahme mit einem für die Mannesmann-Aktionäre akzeptablen Angebot gewählt", hieß es.

Der deutsche Konzern bekräftigte seine frühere Position, wonach Mannesmann als eigenständiges Unternehmen wesentlich bessere Perspektiven biete, als dies bei einer Übernahme der Fall wäre. "Mit der Annahme des feindlichen Angebots würden Werte zerstört, die unseren Aktionären gehören. Wir müssen daher daran festhalten, unseren Aktionären zu empfehlen, das Angebot zurückzuweisen", erklärte Mannesmann-Chef Klaus Esser.

Zu mehr als der Hälfte des Wachstums eines kombinierten Unternehmens Vodafone/Mannesmann würde Mannesmann beitragen, hieß es weiter. Daher sei das Angebot einer Beteiligung in Höhe von 47,2 Prozent für die Mannesmann-Aktionäre völlig unakzeptabel.